
Die beiden WM-Finalisten sind zurück in der Heimat. Während in Spanien die große Titelfeier vonstatten gegangen ist, wurde auch die argentinische Mannschaft von zahlreichen Fans erwartet, auch wenn die Albiceleste mit der 0:1-Niederlage nach Verlängerung die erhoffte Titelverteidigung letztlich verpasst hat.
Während Spanien angesichts einer Vielzahl an jungen Spielern offenkundig vor einer rosigen Zukunft steht, wird Argentinien im Hinblick auf die WM 2030 um einen Umbruch kaum umhinkommen. Neben dem 39-jährigen Lionel Messi werden dann aller Voraussicht nach einige weitere Akteure, die sich bereits im Herbst ihrer Karriere befinden, nicht mehr dabei sein.
Auch hinter der längerfristigen Zukunft von Leandro Paredes in der Albiceleste steht ein Fragezeichen. Kurzfristig indes droht dem 32-Jährigen aber ebenso wie Mitspieler Nahuel Molina noch ein Nachspiel nach dem WM-Finale. Denn wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, müssen beide nach den Geschehnissen nach dem Endspiel mit Konsequenzen rechnen.
„Nach Prüfung der entsprechenden Spielberichte zum FIFA-Weltmeisterschaftsfinale zwischen Spanien und Argentinien und gemäß Artikel 36 des FIFA-Disziplinarreglements (FDC) hat die FIFA-Disziplinarkommission einen Disziplinar- und Ethikstaatsanwalt ernannt, um mögliche Verstöße gegen das FDC im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel zu untersuchen“, heißt es unter anderem laut Sky Sport in einem noch nicht veröffentlichten Statement des Weltverbandes, der aber zeitnah weitere Details bekannt geben dürfte.
Paredes und Molina hatten sich unmittelbar nach Abpfiff des WM-Finales zu Handgreiflichkeiten hinreißen lassen, die auch von TV-Kameras eingefangen wurden. Sanktionen für das Duo in Form von Sperren und Geldstrafen sind daher wahrscheinlich. Somit könnten im ersten Pflichtspiel nach der WM, das noch nicht terminiert ist, neben dem gegen Spanien mit Gelb-Rot vom Platz gestellten Enzo Fernandez zwei weitere Akteure fehlen.
Aktuell dominiert in Spanien noch die Feierstimmung, doch schon den bevorstehenden Urlaub dürfte der eine oder andere frischgebackene Weltmeister dazu nutzen, seine persönliche Zukunft zu regeln. Und gleich bei mehreren Spielern aus dem WM-Kader Spaniens ist momentan noch vieles offen.
Auch bei Rodri, der zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, bei Manchester City aber zuvor nicht seine beste Saison gespielt hat. Ein Jahr vor Vertragsende bei den Skyblues steht deshalb ein Abschied im Raum und mit Real Madrid steht gerüchteweise schon ein potentieller neuer Klub parat. Dann würde Rodri künftig auch auf Vereinsebene an der Seite von Marc Cucurella auflaufen, dessen Wechsel vom FC Chelsea zu den Königlichen bereits vor Wochen eingetütet wurde.
Finaltorschütze Ferran Torres gilt unterdessen beim FC Barcelona als Abgangskandidat. Vor allem Paris St. Germain soll Interesse am 26-Jährigen zeigen, dessen Vertrag auch nur noch ein Jahr läuft. Eingewechselt wurde Torres im Endspiel für Mikel Oyarzabal, der als Nummer eins im spanischen Angriff auch gefragt ist. Juventus Turin, der FC Barcelona und der FC Arsenal sollen den Schlüsselspieler von Real Sociedad San Sebastian auf dem Zettel haben.
Weltmeister nennen darf sich auch Borja Iglesias, wenngleich der 33-Jährige nur zu einem Kurzeinsatz kam. Möglich, dass Iglesias nach der WM wieder in Nordamerika aufschlägt, soll sich doch CF América aus Mexiko um den Mittelstürmer bemühen.






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