
Zweieinhalb Wochen vor dem Saisonstart am 9. August beim 1. FC Saarbrücken ist Rot-Weiss Essen zurück auf den heimischen Trainingsplätzen. Nachdem Trainer Uwe Koschinat in der vergangenen Woche im Trainingslager im niederbayerischen Bad Griesbach intensiv mit seiner Mannschaft arbeiten konnte und vor der Heimreise ein Testspiel beim österreichischen Erstligisten SV Ried (0:3) absolviert wurde, findet der finale Teil der Vorbereitung in Essen statt.
Schon vor dem Test gegen Ried, dessen Ergebnis wohl auch die Folge der intensiven Trainingsarbeit zuvor war, zog Trainer Uwe Koschinat in der WAZ ein positives Fazit der Woche in Niederbayern: „Ich glaube, dass wir unsere Ziele für diese Woche erreicht haben. Wir wollten die Mannschaft körperlich noch einmal auf ein anderes Niveau bringen und gleichzeitig unser Spiel gegen den Ball weiterentwickeln. Beides ist gelungen.“
Noch nicht dabei war im Trainingslager Dickson Abiama, der dann aber am Montag als Neuzugang präsentiert werden konnte. Der in der Rückrunde der vergangenen Saison bereits vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene und in seinem halben Jahr an der Hafenstraße zum Leistungsträger avancierte Offensivmann wurde nun fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet, der eine Option auf eine weitere Spielzeit enthält.
„Dass sich ein Spieler mit der Qualität und Erfahrung von Dickson Abiama bewusst für Rot-Weiss Essen entscheidet, ist ein starkes Signal und alles andere als selbstverständlich“, freute sich Essens Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer auf der Vereinshomepage über die geglückte Verpflichtung Abiamas, für den unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 50.000 und 100.000 Euro Ablöse nach Kaiserslautern fließen sollen.
Abiama ist nach Max Geschwill (Holstein Kiel), Noah Pesch (Borussia Mönchengladbach), Janne Sietan (Waldhof Mannheim), Jannik Hofmann (1. FC Nürnberg) und Franci Bouebari (SC Freiburg) der sechste fixe Neuzugang. Hinzu kommen die ausgeliehenen Aiman Dardari (FC Augsburg), Tony Menzel (Dynamo Dresden) und Jaka Cuber Potocnik (1. FC Köln) sowie die wieder eingeplanten Leih-Rückkehrer Luca Bazzoli (SSV Ulm 1846) und Ekin Celebi (1. FC Schweinfurt).
Weil auf der anderen Seite zwölf Abgänge stehen, ist der Kader ein wenig kleiner geworden, was allerdings ganz im Sinne von Trainer Koschinat ist. „Wir haben bewusst nicht auf Quantität gesetzt, sondern auf Qualität und Leistungsdichte. Wir wollten Spieler verpflichten, die genau zu unserer Idee passen und sich gleichzeitig noch weiterentwickeln wollen. Ich glaube, dass wir dadurch einen gesunden Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft geschaffen haben“, zeigte sich der RWE-Coach gegenüber der WAZ zufrieden mit seinem Aufgebot und sieht so auch die Möglichkeit, junge Spieler wie James Gnagnon, Brandon Henze und Fadih Vasic fördern zu können.
Unverkennbar ist, dass der Essener Kader mit einem Durchschnittsalter von 24,1 Jahren zu den jüngsten der 3. Liga gehört, woran die Abgänge von Klaus Gjasula (TSG Hoffenheim II) und Michael Schultz (noch ohne neuen Verein) sicherlich großen Anteil haben. Darin, dass mit dem Duo auch zwei Führungsspieler weggefallen sind, sieht Koschinat kein Problem: „Dadurch verteilt sich Verantwortung auf mehrere Schultern. Das halte ich langfristig sogar für einen Vorteil.“
Ob das neue Gebilde funktioniert, gilt es freilichb auf dem Spielfeld zu beweisen – erstmals am 9. August.






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