
Am Ende war die vergangene Saison wohl nur zwei, drei Wochen zu kurz für Alemannia Aachen, um eine furiose Rückrunde noch mit dem Sprung unter die ersten Drei zu krönen. Ungeachtet dessen ist mit Blick auf die in knapp zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den SC Verl beginnende neue Saison rund um den Tivoli die Hoffnung vorhanden, an das Frühjahr anknüpfen zu können – auch wenn man sich in Aachen darüber im Klaren ist, dass mit dem von Hannover 96 nur ausgeliehenen und nach Niedersachsen zurückgekehrten Top-Scorer ein wesentlicher Faktor für die Erfolge nicht mehr dabei ist.
„Vielleicht können wir ja einen unserer Spieler auf ein ähnliches Level bringen“, äußerte sich Trainer Mersad Selimbegovic aber zuversichtlich, die fraglos große Lücke mit dem vorhandenen Personal bzw. den Neuzugängen wie Louis Köster (Holstein Kiel), Daniel Starodid (Eintracht Frankfurt II) oder Ken Izekor (Bayer Leverkusen U19) schließen zu können.
Große Hoffnungen ruhen weiterhin auf den Schultern von Mika Schroers, der mit Gindorf ein kongeniales Duo bildete und in der abgelaufenen Saison auf beeindruckende 21 Tore und elf Vorlagen kam. Den 24-Jährigen, der von Arminia Bielefeld nur ausgeliehen war, konnte die Alemannia dank einer Kaufoption fest an sich binden und ist trotz der Aussicht auf einen stattlichen Transfergewinn nicht gewillt, Schroers in diesem Sommer abzugeben.
„Wir haben ein offizielles Angebot für ihn erhalten. Das haben wir aber abgelehnt“, verriet Geschäftsführer Rachid Azzouzi in der Aachener Zeitung, freilich ohne auf Details einzugehen. Es sollen aber in den vergangenen Wochen mehrere Zweitligisten wie der FC St. Pauli und der VfL Bochum die Fühler ausgestreckt haben. Zudem machten auch Gerüchte um ein Interesse des 1. FC Köln an Schroers die Runde, der nun aber aller Voraussicht nach weiter das Trikot der Alemannia tragen wird.
Während die neue Offensive wohl schon komplett ist, sich aber erst noch konkret finden muss, klafft auf der rechten Abwehrseite noch eine Lücke im Kader, nachdem der vom 1. FC Magdeburg ausgeliehene Pierre Nadjombe nicht fest verpflichtet werden konnte. „Wir sind auf der Suche nach einer externen Lösung“, macht Selimbegovic kein Geheimnis daraus, sich auf dieser Position noch Zuwachs zu erhoffen, um nicht auf Notlösungen wie Offensivmann Fabio Torsiello oder Linksfuß Lukas Scepanik zurückgreifen zu müssen.
Generell dürfte Selimbegovic auch mit Blick auf die Kadergröße noch auf die eine oder andere Verstärkung hoffen. Aktuell stehen 19 Feldspieler im Aufgebot, darunter aber mit Jeremias Lorch und Florian Heister zwei Akteure, die in den Planungen keine wirkliche Rolle mehr spielen und sich einen neuen Verein suchen können.
Beide kamen so auch am Samstag beim 7:0-Testspielsieg beim Kreisligisten TuS Lammersdorf nicht zum Einsatz. Bis zum Saisonstart gegen Verl bleiben nun noch zwei Tests am kommenden Samstag bei Roda Kerkrade und am Sonntag gegen Eintracht Trier, um sich richtig einzuspielen und frühzeitig wieder Fahrt aufzunehmen.







18+ | Glücksspiel kann abhängig machen | Spiele verantwortungsvoll | AGB gelten | Wir erhalten eine Provision von den hier aufgeführten Buchmachern | Erlaubt gemäß offizieller Whitelist| Hilfe unter www.buwei.de