
Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga ist Preußen Münster zurück in der Drittklassigkeit, die zuvor beim Durchmarsch aus der Regionalliga in Liga zwei nur eine Durchgangsstation war. Nun allerdings wollen sich die Adlerträger auf dieser Ebene erst einmal konsolidieren und haben dementsprechend nicht den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben.
Eine sorgenfreie Saison, idealerweise im vorderen Tabellendrittel, würde in Münster vor dem Start jeder unterschreiben. Auch, weil der Kader in den vergangenen Wochen an Qualität verloren hat. Allen voran mit Jorrit Hendrix, Yassine Bouchama (beide Fortuna Düsseldorf), Paul Jaeckel (1. FC Magdeburg), Oliver Batista Meier und Jano ter Horst (beide SC Paderborn), die allesamt ebenso wenig zu halten waren wie die Leihspieler Shin Yamada (Celtic Glasgow) und Imad Rondic (1. FC Köln). Denkbar sogar, dass sich der Aderlass noch fortsetzt, gilt doch auch Torwart Johannes Schenk nach einer aus persönlicher Sicht guten Saison weiter als Wechselkandidat, möglicherweise mit dem Ziel Arminia Bielefeld.
Den Abgängen stehen in erster Linie Neuzugänge aus unteren Ligen gegenüber, die allerdings wie etwa Tim Dietrich (FC Schalke 04 II), Mika Stuhlmacher (SV Meppen), Wesley Adeh (Werder Bremen II) oder Montell Ndikom (Hannover 96 II) auch jede Menge Potential mitbringen.
Immerhin Ryan Johansson (SV Wehen Wiesbaden) und Lucas Zeller (1. FC Schweinfurt 05) waren aber auch vergangene Saison schon in der 3. Liga am Ball. Und mit Mittelstürmer Felix Higl kommt der bis dato letzte Neuzugang, mit dem der Kader auch schon komplett sein könnte, sogar aus der 2. Bundesliga. Bei der SpVgg Greuther Fürth mehr oder weniger ausgemustert entschied sich Higl für den Schritt nach Münster und damit zurück zu Trainer Thomas Wörle. Beide kennen sich aus gemeinsamen, erfolgreichen Zeiten beim SSV Ulm und hoffen nun erneut auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.
„Ich freue mich unglaublich hier bei einem so tollen Verein zu sein. Ich möchte der Mannschaft maximal helfen und jeden Tag alles auf dem Platz geben, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Der Verein hat was vor, ich habe was vor – das passt sehr gut“, kommentierte Higl auf der Vereinshomepage seine Unterschrift und betonte in diesem Zusammenhang auch zu wissen, worauf es in Liga drei ankommt: „In dieser Liga, die sehr physisch ist, ist es wichtig, dass die ganze Mannschaft arbeitet und ihre Aufgaben erfüllt. Das will ich mit Herz und Leidenschaft über 90 Minuten machen.“
Schon am Samstag bei der Generalprobe gegen den FC Southampton und dann natürlich im Auftaktspiel eine Woche später beim SV Wehen Wiesbaden soll Higl dabei sein – mit klaren und durchaus hohen Erwartungen, hält Sportdirektor Jan Uphues doch große Stücke auf den 29-Jährigen: „Felix ist ein großer Mittelstürmer, der unsere Offensivreihe mit seinen Qualitäten gut ergänzt. Er kann mit seiner Größe und Robustheit als Wandspieler agieren, sich mit seinen fußballerischen Fähigkeiten aber genauso in unser Kombinationsspiel einbringen und auch im Strafraum als Zielspieler fungieren.“






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