

Mit einem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers startet der FC Ingolstadt am Samstag in die neue Saison der 3. Liga – und natürlich mit dem Ziel, gegen den Aufsteiger direkt drei Punkte einzufahren und so die Basis für eine Spielzeit zu legen, die besser werden soll als die vergangene mit einem unter dem Strich enttäuschenden elften Tabellenplatz.
Ganz einfach umzusetzen wird dieses Vorhaben aber nicht, denn der eingeschlagene Sparkus hat zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Kaderqualität. So konnten mit Torjäger Marcel Costly (1. FC Heidenheim) und Mittelfeldstratege Max Besuschkow (MSV Duisburg) zwei Schlüsselspieler ebenso wenig gehalten werden wie der vom SC Freiburg nur ausgeliehene und inzwischen zu Eintracht Braunschweig gewechselte Yann Sturm (Eintracht Braunschweig).
Alle drei hinterließen große Lücken, wobei im Gegenzug auch acht Neuzugänge präsentiert werden konnten, mit denen einige Erwartungen verbunden sind. Allen voran mit Vinko Sapina (Dynamo Dresden), der als Besuschkow-Nachfolger das Spiel der Schanzer vor der Abwehr ordnen soll. Aber auch Rückkehrer Benjamin Kanuric (Leixoes SC) im offensiven Mittelfeld und Mittelstürmer Lars Lokotsch (Preußen Münster) sollen in wichtige Rollen schlüpfen. Zudem kamen mit Jong-min Seo (First Vienna FC), Keanan Bennetts (Notts County) , Obed Ugondu, Sejdo Durakov (beide Rot-Weiß Erfurt) und Joseph Ganda (Hannover 96 II) weitere Neue, die vor allem der Offensive zusätzlichen Schwung verleihen sollen.
In der Vorbereitung sah die Mannschaft von Trainerin Sabrina Wittmann zunächst beim VfB Eichstätt (2:0), gegen den österreichischen Meister Linzer ASK (2:0) und gegen den FC Palermo (1:0) bemerkenswert gut aus, doch die beiden finalen Testspiele hielten gegen RB Leipzig (0:1) und den 1. FC Heidenheim (1:4) dann doch Dämpfer parat, die an der einen oder anderen Stelle auch zur Überlegung führen, noch nachzujustieren.
Wie Kaderplaner Rigo Hof gegenüber dem Donaukurier erklärte, stehe das Aufgebot zwar „zu 95 bis 98 Prozent“, doch kommen soll dem Blatt zufolge noch eine weitere Verstärkung für die Offensive, vornehmlich die aktuell mit Kanuric nur dünn besetzte Zehner-Position.
Weil der Kader schon jetzt mit 30 Spielern relativ groß ist, will der FCI aber nicht nur noch einen offensiven Mittelfeldmann hinzuholen, sondern im Optimalfall auch noch mehrere Akteure abgeben. Dabei geht es in erster Linie um junge Spieler, die in Ingolstadt ansonsten kaum zum Zug kämen, wie Hof weiter verriet: „Wir wollen den einen oder anderen Spieler ausleihen, damit er sich entwickeln kann und neue Erfahrungen sammelt.“
Kandidaten für eine Leihe gibt es von Tomislav Bagaric über Noel Lakatos und Davide-Danilo Sekulovic bis zu Ognjen Drakulic einige. Ungeachtet dessen, was noch auf dem Transfermarkt passiert, sieht Hof den FCI aktuell schon gut aufgestellt: „Die Mannschaft macht auf mich einen sehr reifen Eindruck. Auch in Sachen Teamgeist in der Kabine passt es sehr gut. Wir haben keinen drin, der aus der Reihe tanzt. Und vor allem arbeitet die Mannschaft sehr diszipliniert und akribisch und setzt das um, was das Trainerteam um Sabrina Wittmann ihr vorgibt.“
Ob die Zuversicht berechtigt ist, steht am Samstag gegen Würzburg erstmals richtig auf dem Prüfstand.






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