
Nach zweijährigem Intermezzo in der 2. Bundesliga meldet sich Preußen Münster am Samstag mit einem nicht einfachen Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden zurück in der 3. Liga. Dann hofft die neuformierte Mannschaft unter dem neuen Trainer Thomas Wörle natürlich auf einen guten Auftakt, der die Basis für eine erfolgreiche Saison legen soll – wobei mit erfolgreich in Münster keineswegs nur der direkte Wiederaufstieg gemeint wäre. Vielmehr ist die Zielsetzung sehr zurückhaltend und man wäre wohl schon mit einer Spielzeit ohne Abstiegssorgen einigermaßen zufrieden.
Klar ist, dass sich die neue Mannschaft erst finden muss, zumal noch weitere Veränderungen denkbar sind. Auch könnte kurzfristig noch ein Neuzugang kommen, nachdem vergangene Woche die Verpflichtung von Stürmer Felix Higl (SpVgg Greuther Fürth) schon das letzte Puzzleteil schien. Doch wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, bemühen sich die Adlerträger auch noch um Sam Althaus vom TSV 1860 München.
Für das 20 Jahre alte Mittelfeldtalent, das auch bei Hansa Rostock ein Thema sein soll, steht eine Ablöse im Bereich von 150.000 Euro im Raum, was wohl noch die eine oder andere Verhandlungsrund erfordert. Dann aber könnte Althaus in Münster aufschlagen und die Möglichkeiten im Zentrum erweitern.
Bereits entschieden ist, dass Münster mit einer neuen Nummer eins startet. Morten Behrens genießt das Vertrauen des Trainerteams, was sich unschwer auch daran erkennen lässt, dass der 29-Jährige fortan auch die 1 auf dem Rücken trägt, anstatt der vorherigen 26. Gegenüber Bild betonte Behrens nun, dass seine persönliche Beförderung schon länger beschlossene Sache war: „Intern war ohnehin alles klar kommuniziert. Ich hatte nie Bedenken, nicht die Nummer 1 zu werden.“
Johannes Schenk, der nicht nur die Nummer 1 auf dem Rücken abgeben musste, sondern auch seinen Stammplatz verloren hat, befindet sich nun in einer alles andere als einfachen Situation. Zwar wurde in den vergangenen Wochen und Monaten vom FC St. Pauli über Eintracht Braunschweig, Hannover 96, den SC Paderborn, den 1. FC Union Berlin und Hertha BSC bis zu Arminia Bielefeld zahlreichen Klubs aus der ersten und zweiten Liga Interesse an Schenk nachgesagt, doch konkret geworden ist es bislang in keine Richtung.
Dem 23-Jährigen, der mit einem von transfermarkt.de auf 1,5 Millionen Euro bezifferten Marktwert der teuerste Spieler im Kader ist, droht nun wahlweise die Bank oder die Tribüne, sofern sich nicht doch noch eine andere Lösung findet.
Sowohl Münster als auch Schenk bemühen sich darum, das Thema vom Tisch zu bekommen, doch ist der Torhütermarkt in diesem Sommer alles andere als einfach, wie auch das Beispiel Florian Kastenmeier zeigt. Der langjährige Stammtorwart und Kapitän von Fortuna Düsseldorf ist ebenfalls seit Wochen auf der Suche nach einem neuen Klub und hat gegenüber Schenk sogar den Vorteil, ablösefrei zu sein.
Noch freilich sind es knapp vier Wochen bis zum Transferschluss am 1. September, in denen sich einiges tun könnte. Wahrscheinlich allerdings, dass Münster Schenk unter Marktwert abgeben muss, wissen doch auch andere Vereine um dessen Situation in der Universitätsstadt.






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