
Mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II startet der TSV Havelse am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) in die neue Saison der 3. Liga – obwohl die Niedersachsen im Mai den Klassenerhalt eigentlich nicht geschafft hatten. Doch weil der TSV 1860 München keine Lizenz erhielt und ans Ende der Tabelle rutschte, reichte Havelse der mit einer ordentlichen Rückrunde erarbeitete 17. Platz, um in der Liga zu bleiben und in ein zweites Jahr in der Drittklassigkeit zu gehen.
Dass es für die Mannschaft von Trainer Samir Ferchichi, der seit diesem Sommer zusätzlich auch als Sportdirektor fungiert und so maßgeblich für die Kaderzusammenstellung verantwortlich war und ist, erneut ausschließlich darum gehen wird, den Abstieg zu vermeiden, gilt indes als sicher. Auch, weil Leistungsträger wie Nassim Boujellab (SSV Jahn Regensburg), Arlind Rexhepi (SV Waldhof Mannheim) oder Marko Ilic (Brisbane Roar) den Verein verlassen haben.
Der TSV Havelse konnte allerdings auch eine Reihe an Neuzugängen begrüßen, die aber zu großen Teilen mit der 3. Liga Neuland betreten. Die bekanntesten Namen unter den Neuen waren zunächst Kwasi Wriedt (Alemannia Aachen), Kevin Schumacher (VfL Osnabrück) und Eric Voufack (Kolding IF), doch nun kamen auf einen Streich kurz vor dem Start noch drei weitere Verstärkungen hinzu, von denen durchaus einiges zu erwarten ist.
Im Tor erhalten Norman Quindt und Tom Opitz einen neuen Konkurrenten in Person von Omer Hanin, der zuvor seinen Vertrag beim MSV Duisburg aufgelöst hat und nun sicherlich nicht in Havelse anheuert, um sich auf die Bank zu setzen. Und auch die Worte von Coach Ferchichi auf der Vereinswebseite lassen nur den Schluss zu, dass der 28 Jahre alte Israeli als Nummer eins eingeplant ist: „Seit Omer bei uns ist, sieht man jeden Tag, welche Qualität und welches Potenzial in ihm steckt. Er strahlt eine große Präsenz aus, ist sehr kommunikativ und bringt eine positive Energie in die Mannschaft. Seine Erfahrung, gepaart mit seiner Persönlichkeit und seiner Qualität machen ihn zu einem wichtigen Baustein für unsere Mannschaft. Er wird Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit dem Team den nächsten Schritt gehen“.
Verstärkt hat sich der TSV darüber hinaus auch noch in der Innenverteidigung und in der Offensive, mit zwei Neuen aus Köln, allerdings von unterschiedlichen Vereinen. Vom 1. FC Köln wurde Yannick Mausehund ausgeliehen, der eine zusätzliche Alternative für das Abwehrzentrum darstellt. Der 20-Jährige kam Anfang 2025 von Hertha BSC in die Domstadt, dort aber bisher nicht über die Regionalliga-Mannschaft hinaus und soll nun in Havelse den nächsten Entwicklungsschritt machen. Eine Kaufoption wurde im Zuge der Leihe nicht vereinbart.
Von Viktoria Köln wechselt Robin Velasco, der zuvor auch schon für den VfB Lübeck in der 3. Liga aktiv war, in den Stadtteil von Garbsen. Der 24-Jährige erweitert mit seiner Vielseitigkeit die Optionen in der Offensive und bringt laut Ferchichi „viele Qualitäten mit, die sehr gut zu unserer Spielidee passen.“






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