
Rein ergebnistechnisch läuft es bei Rot-Weiss Essen seit dem beim 1. FC Saarbrücken (2:5) verpatzten Saisonstart rund. Während im DFB-Pokal mit einem 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli die zweite Runde erreicht wurde, die für willkommene Zusatzeinnahmen sorgt und ein Highlight-Spiel an der Hafenstraße gegen RB Leipzig mit sich bringt, holte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat aus den jüngsten drei Spielen gegen den TSV Havelse (1:0), beim SV Wehen Wiesbaden (0:0) und nun gegen Viktoria Köln (1:0) sieben Punkte, blieb dabei ohne weiteres Gegentor.
In die Freude über den Sieg gegen Köln allerdings mischten sich am Wochenende auch dicke Wermutstropfen. Denn mit Innenverteidiger Max Geschwill und Mittelfeldmann Tony Menzel erwischte das Verletzungspech gleich zwei Neuzugänge, die sich bestens eingefunden haben, schwer. Der von Holstein Kiel gekommene Geschwill hielt zwar die kompletten 90 Minuten durch, musste sich anschließend aber Untersuchungen unterziehen, die eine Reizung am linken Kniegelenk ergaben. Der 25-Jährige wird damit für mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.
Nochmals schlimmer erwischte es den von Dynamo Dresden ausgeliehenen Menzel, der RWE gegen Köln noch in Führung gebracht und letztlich das goldene Tor erzielt hatte, der dann aber nach 75 Minuten wegen Problemen am Knöchel ausgewechselt werden musste. Wie der Verein inzwischen mitteilen musste, zog sich Menzel eine schwere Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu, die den 21-Jährigen sogar bis Dezember außer Gefecht setzen wird. Auch, weil nach Informationen der Bild zusätzlich das Syndesmoseband in Mitleidenschaft gezogen worden sein soll.
Trainer Koschinat, der eigentlich gerade eine funktionierende Elf gefunden hatte, muss vor dem erneuten Heimspiel am Samstag gegen die Würzburger Kickers somit doppelt umbauen. Für Geschwill steht mit José Enrique Rios Alonso ein letztjähriger Stammspieler bereit, der dazu in der Lage sein sollte, die entstandene Lücke zu schließen.
Mehr Kopfzerbrechen bereitet Koschinat die Doppelsechs, auf der Janne Sietan den defensiven Part mit Zweikampfstärke und Robustheit verlässlich ausfüllt, an dessen Seite ohne Menzel aber der Antreiber fehlt. Der unmittelbar vor Transferschluss an den 1. FC Bocholt verliehene Gianluca Swajkowski fällt als Alternative definitiv weg, während der gegen Köln gar nicht erst für den Spieltagskader berücksichtigte Ruben Reisig offenkundig aktuell keine guten Karten hat.
Erster Nachrücker dürfte der erst sehr spät vom SC Paderborn verpflichtete Nick Bätzner sein, der schon gegen Köln für den verletzten Menzel kam, allerdings eigentlich etwas offensiver ausgerichtet ist. Nicht ausgeschlossen ist deshalb und wohl auch in Abhängigkeit davon, wie bei Menzel der Heilungsprozess anläuft, dass die Essener Verantwortlichen noch einen genaueren Blick auf den Markt der vereinslosen Profis werfen. Eine passende Alternative zu finden, dürfte dort allerdings nicht ganz leicht fallen, zumal die in Frage kommenden Kandidaten über keine Spielpraxis verfügen.
Nachgelegt hat RWE unterdessen auf der Torwartposition. Mit Eric Verstappen, der vergangene Saison für Viktoria Aschaffenburg spielte, wurde zusätzlich zu Jakob Golz, Felix Wienand und Romero Gerres noch ein Schlussmann unter Vertrag genommen. Der 32-Jährige hatte im Probetraining überzeugt, ist allerdings nur als Backup eingeplant.






18+ | Glücksspiel kann abhängig machen | Spiele verantwortungsvoll | AGB gelten | Wir erhalten eine Provision von den hier aufgeführten Buchmachern | Erlaubt gemäß offizieller Whitelist| Hilfe unter www.buwei.de