
Weil das Gastspiel beim SC Verl bereits am Freitagabend angesetzt war, haben die Würzburger Kickers zumindest bezogen auf die 3. Liga eine nochmals etwas längere Länderspielpause als die meisten Ligarivalen. Tatsächlich steht aber bereits am Dienstag beim TSV Aubstadt das Achtelfinale im bayerischen Landespokal auf dem Programm, das die Mannschaft von Trainer Michael Schiele natürlich meistern will, um wie in dieser Saison gegen den 1. FC Köln (1:2) auch in der kommenden Saison wieder ein Highlight in der ersten Runde des DFB-Pokals erleben zu können.
Am nächsten Freitag (2.10.) nutzen die Kickers die Pause dann auch noch zu einem Testspiel beim 1. FC Heidenheim, um zum einen im Rhythmus zu bleiben und zum anderen vielleicht um das eine oder andere für die folgenden Wochen auszuprobieren bzw. zu festigen.
Dass Optimierungspotential vorhanden ist, hat die 1:2-Niederlage in Verl gezeigt, wo der zuvor unter der Woche errungene Heimsieg gegen Alemannia Aachen (1:0) nicht veredelt werden konnte. Alles in allem freilich stehen die Kickers mit sieben Punkten aus den ersten sieben Spielen solide da und vor allem als Tabellenfünfzehnter über dem Strich.
Der Weg zum als Primärziel angestrebten Klassenerhalt allerdings ist bei 31 noch ausstehenden Spieltagen naturgemäß noch weit und setzt man die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit an, wird ein Schnitt von einem Punkt pro Spiel eher nicht reichen, um am Ende die direkte Rückkehr in die Viertklassigkeit zu vermeiden.
Weil einige andere Mannschaften Probleme und sicherlich auch nicht mehr Potential haben, ist rund um den Dallenberg aber eine Portion Optimismus durchaus berechtigt, zumal Trainer Schiele die 3. Liga bestens kennt und schon mehrfach gezeigt hat, Mannschaften über einen längeren Zeitraum hinweg voranbringen zu können.
Das ist auch Schieles Ziel mit der aktuellen Kickers-Mannschaft, wobei klar ist, dass die Entscheidungen zumindest überwiegend sitzen sollten. In der Länderspielpause steht in diesem Zusammenhang eine ebenso wichtige wie sensible Entscheidung zwischen den Pfosten an. Bislang hat Schiele die Torwartfrage offen gelassen und keine klare Nummer eins ernannt. Das soll sich nun aber ändern und zwischen Aufstiegskeeper Johann Hipper und dem von Eintracht Braunschweig gekommenen Marko Rajkovacic eine klare Hierarchie Einzug halten, wie Schiele angekündigt hat.
Wer die Nase vorne haben wird, ist nicht leicht zu prognostizieren. Hipper war allerdings in der vergangenen Saison ein verlässlicher Rückhalt und agierte auch an den ersten vier Spieltagen der neuen Spielzeit solide bis gut. Rajkovacic durfte im Pokal gegen Köln sowie nun in der zurückliegenden englischen Woche ran, zeigte dabei Licht und Schatten. Beim Ligadebüt bei Rot-Weiss Essen erwischte Rajkovacic keinen guten Tag, war dann aber am Heimsieg gegen Aachen maßgeblich beteiligt und verhinderte in Verl weitere, durchaus mögliche Gegentore.
Wann genau die Entscheidung fallen soll, ist nicht bekannt. Klar aber ist, dass der Schlussmann, der am 10. Oktober gegen Hansa Rostock beginnen darf, längerfristig das Vertrauen genießen soll.






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