
Schon vor der fünften Saison in Folge in der 3. Liga war unverkennbar, dass der in den letzten Jahren stets mehr oder weniger weit hinter den Erwartungen zurückgebliebene FC Ingolstadt kleinere Brötchen backen muss. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde so auch nicht als offizielles Ziel ausgegeben, was nach Platz elf in der abgelaufenen Spielzeit indes auch als (zu) ambitioniert eingestuft worden wäre.
Und dennoch war eine durchwachsene Startbilanz mit acht Punkten aus den ersten sieben Spielen nun zu wenig für Trainerin Sabrina Wittmann, um ihre Arbeit fortsetzen zu dürfen. Am Donnerstagvormittag und damit nur wenige Stunden nach einem zwar mühsamen, aber erfolgreichen Auftritt im Landespokal beim TSV Landsberg (2:1) gab der FC Ingolstadt auf seinen Kanälen die Trennung von der 35 Jahre alten Fußball-Lehrerin bekannt.
Harald Gärtner, Ingolstadts Geschäftsführer Sport und Kommunikation, machte keinen Hehl daraus, dass die Entscheidung „auf menschlicher und persönlicher Ebene sehr schwergefallen“ sei, aber doch nach einer ausführlichen Analyse unausweichlich ist: „Dieser Schritt folgt einer intensiven Betrachtung der saisonübergreifenden sportlichen Entwicklung und der Ergebnisse im bisherigen Saisonverlauf der 3. Liga. Vor diesem Hintergrund erachten wir eine Neuausrichtung für erforderlich, um zum jetzigen Zeitpunkt neue Impulse für die weiteren Aufgaben setzen zu können.“
Wittmann selbst, die schon seit 2009 in verschiedenen Funktionen für den FCI tätig war, ließ in ihrem Statement die vorhandene Enttäuschung durchklingen: „Ich hätte sehr gerne weitergemacht und den Weg mit einer Mannschaft voller außergewöhnlicher Charaktere fortgesetzt. Leider ist das Vertrauen hierfür nicht mehr da und der Verein hat sich für eine andere Lösung entschieden.“
Wie es für Wittmann, die zweieinhalb Jahre im Amt war, weitergeht ist offen. Ungeklärt ist auch noch die Nachfolge, über die der Verein zeitnah informieren will. Wittmanns Trainerteam um Assistent Fabian Reichler könnte dabei eine Zukunft haben. Nach Informationen des Donaukurier ist ansonsten noch keine Freistellung erfolgt.
Wie weit die Suche nach einem neuen Cheftrainer im Hintergrund bereits vorangeschritten ist, wurde bislang nicht bekannt. Bislang fehlt so auch noch eine konkrete Spur zu einem Nachfolger, wobei grundsätzlich einige bekannte Namen verfügbar wären.
Etwa Achim Beierlorzer, der gerade erst verraten hat, wieder als Trainer arbeiten zu wollen und in dieser Rolle einst in räumlicher Nähe mit dem SSV Jahn Regensburg einige Erfolge feiern konnte. Inwieweit die gerade erst bei Hansa Rostock und beim SV Wehen Wiesbaden entlassenen Daniel Brinkmann und Daniel Scherning bereits offen sind für neue Engagements, lässt sich unterdessen schwer einschätzen.
Weitere Trainer mit einer noch nicht allzu weit zurückliegenden Vergangenheit in der 3. Liga wären Bernd Hollerbach, Christoph Dabrowski, Dominik Glawogger oder Jermaine Jones. Heiko Herrlich und natürlich Rekord-Drittliga-Trainer Pavel Dotchev könnten in den Ingolstädter Überlegungen ebenfalls vorkommen.







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