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Seit eineinhalb Wochen ist André Breitenreiter Trainer von Hansa Rostock, mit dem klaren Auftrag, die Kogge nach zwei gescheiterten Anläufen zurück in die 2. Bundesliga zu führen. Der Amtsantritt gleich zu Beginn der Länderspielpause hat dem 52 Jahre alten Fußball-Lehrer die inmitten einer Saison vergleichsweise komfortable Situation beschert, mit seiner neuen Mannschaft knapp drei Wochen lang auf den achten Spieltag und das Gastspiel bei den Würzburger Kickers hinarbeiten zu können.
Seinen Einstand als Hansa-Coach bei einem Pflichtspiel feiert Breitenreiter allerdings nicht erst am 10. Oktober in Würzburg, sondern bereits am kommenden Samstag im Rahmen des Landespokals beim SV Gützkow. Beim Team aus der Landesklasse Mecklenburg-Vorpommern 2 wird dann natürlich ein klarer Sieg und das Weiterkommen erwartet, mit dem Hansa die Chance auf die Teilnahme am nächstjährigen DFB-Pokal wahren würde – der freilich auch über die Liga erreicht werden kann, indem am Ende mindestens Platz vier steht.
Bauen kann Breitenreiter anders als sein entlassener Vorgänger und die Interimstrainer Yannic Thiel und Adam Sušac, die auch dem neuen Trainerteam angehören, möglicherweise schon in Gützkow auf Emil Holten. Der mit 15 Treffern beste Torschütze der vergangenen Saison ist am Dienstag ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem eine in der Vorbereitung erlittene Rückenverletzung und anschließende Adduktorenprobleme noch keinen Einsatz zugelassen hatten.
Nun hinterließ der 30 Jahre alte Däne aber gleich einen guten Eindruck und hat in den weiteren, bis zum Wochenende noch ausstehenden Trainingseinheiten die Gelegenheit, noch mehr in den Rhythmus zu kommen. Bleiben Rückschläge aus, dürfte Holten dann am Samstag zumindest zu einem Teilzeiteinsatz kommen und damit einen weiteren großen Schritt machen.
Obwohl bei einem Torverhältnis von 15:15 nach sieben Spieltagen unschwer zu erkennen ist, dass die größten Rostocker Probleme nicht in der Offensive zu suchen sind, stünde ein fitter Holten mit seiner Durchschlagskraft der Kogge gut zu Gesicht – gerade in engen Spielen wie vor der Länderspielpause bei Rot-Weiss Essen (1:1).
Auf dem Papier bietet das Programm der nächsten Wochen dem FC Hansa und Coach Breitenreiter einige Chancen. Dass nach der Reise nach Würzburg der SV Meppen ins Ostseestadion kommt, lässt die unmittelbar anstehenden Aufgaben als lösbar erscheinen. Damit verbunden ist die Möglichkeit, den Rückstand von aktuell drei bzw. zwei Punkten auf die Ränge zwei und drei zu verkürzen und die Ausgangsposition im Rennen um den Aufstieg zu verbessern.
Kniffliger wird es danach, wenn nacheinander zwei ambitionierte Klubs aus dem Westen warten – zunächst auswärts Alemannia Aachen und dann zu Hause Fortuna Düsseldorf. Dass auch solche Hürden übersprungen werden müssen, weiß Breitenreiter, der generell kein Problem damit hat, dass in Rostock der Aufstieg mehr oder weniger erwartet wird: „Wenn man ambitioniert arbeiten möchte, ist man einem gewissen Druck ausgesetzt“, so der neue Hansa-Coach auf seiner Einstandspressekonferenz, der nun am Samstag die Premiere auf dem Platz folgt.






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