
Nach vier trainingsfreien Tagen richtet sich bei Rot-Weiss Essen der Fokus wieder auf den nahenden Alltag, vor dem aber zunächst noch ein Wochenende ohne Pflichtspiel, dafür aber mit einem Test am Samstag bei Arminia Bielefeld auf dem Programm steht. Trainer Uwe Koschinat will mit seiner Mannschaft im Duell mit dem Zweitligisten natürlich den vor der langen Länderspielpause mit inklusive DFB- und Landespokal zehn ungeschlagenen Pflichtspielen guten Rhythmus wahren, hat allerdings mit ein paar Problemen zu kämpfen.
So fallen mit Tony Menzel, Max Geschwill und Nick Bätzner drei Neuzugänge des Sommers, die sich allesamt gut eingefunden und ihre Qualitäten gezeigt haben, verletzungsbedingt und teilweise lange aus. Mit Jaka Cuber Potocnik, der schon in der Vergangenheit immer wieder von Blessuren zurückgeworfen wurde, gibt es nun auch noch ein weiteres Sorgenkind, dem unter Umständen ein Ausfall drohen könnte.
Potocnik, der erst am Ende der vergangenen Saison Fahrt aufgenommen hat und in der Folge für ein weiteres Jahr vom 1. FC Köln ausgeliehen wurde, fehlte am Donnerstag im Training. Grund für die Abwesenheit des 21-Jährigen waren muskuläre Probleme im hinteren Oberschenkel, die genauere Untersuchungen erfordern. Noch ist offen, ob es den slowenischen U21-Nationalspieler schlimmer erwischt hat und ob gegebenenfalls eine längere Auszeit droht.
Ohne Potocnik wäre im Sturmzentrum vor allem Marek Janssen gefordert, der an fünf der ersten sieben Spieltage in der Startelf stand und zwei Mal eingewechselt wurde, allerdings nur beim 6:2 gegen die Würzburger Kickers mit einem Treffer und einem Assist direkt an Toren beteiligt war. Semir Telalovic, mit fünf Treffern bester Essener Torschütze, kennt die Rolle in vorderster Front zwar auch bestens, soll aber möglichst weiterhin in einer hängenden Rolle agieren, die die Leihgabe des 1. FC Nürnberg bisher sehr überzeugend ausfüllt.
Vom Tisch ist unterdessen wohl eine Verpflichtung von Florian Engelhardt, die vor wenigen Tagen noch als sicher galt. Doch zu Wochenbeginn wurde beim 23 Jahre alten Mittelfeldspieler, der nach seinem Vertragsende bei Viktoria Köln ohne Verein ist und auch außerhalb der Transferperioden noch ablösefrei verpflichtet werden könnte, eine muskuläre Verletzung im Adduktorenbereich festgestellt. Engelhardt wäre damit erst einmal nicht einsatzfähig und nicht die aufgrund der Ausfälle von Bätzner und Menzel im Mittelfeld benötigte Soforthilfe.
Ob die Personalie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zum Thema wird, ist unklar. Engelhardt hat in seinen Einheiten als Probespieler zwar einen guten Eindruck hinterlassen, doch besteht möglicherweise in wenigen Wochen kein dringender Handlungsbedarf mehr. Ausgeschlossen ist es allerdings nicht, dass beide Seiten noch zusammenfinden, möglicherweise im Winter mit der Chance auf eine gemeinsame Vorbereitung.
RWE-Coach Koschinat muss indes zunächst mit einem ausgedünnten Kader weiterarbeiten und hoffen, von weiteren Verletzungen verschont zu bleiben.






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