
Dass sich mit Thijs Dallinga und Ragnar Ache innerhalb weniger Minuten beide Mittelstürmer des 1. FC Köln am Samstag im Testspiel gegen Viktoria Köln verletzt haben und mit einem Kreuzbandriss bzw. einer Muskelverletzung mehr oder weniger lange ausfallen, war in der Domstadt in den vergangenen Tagen ein großes Thema. Eine schwere Verletzung musste indes auch die Viktoria vermelden, die am Montagabend bekannt gab, dass sich auch Alexander Prokopenko beim 2:2 im Stadtduell einen Kreuzbandriss zugezogen hat.
Nach Angaben der Viktoria hat es Prokopenko in der letzten Aktion des Spiels nach einem Dribbling böse erwischt. Nachdem die Untersuchungen bei Mannschaftsarzt Dr. Max Wittenberg in der Mediapark-Klinik die Hiobsbotschaft brachten, ist schon klar, dass Trainer Marian Wilhelm mehrere Monate auf den 24-Jährigen verzichten muss. Je nach Heilungsverlauf ist ein Comeback wohl nicht vor April realistisch, aber auch denkbar, dass die Saison für Prokopenko sogar schon beendet ist.
Eine bittere Nachricht sowohl für den Verein als auch für den in Bad Hersfeld geborenen Ukrainer selbst, der nach seinem Wechsel im Sommer von Carl Zeiss Jena nach Höhenberg zwar nur an einem der ersten sieben Spieltage in der Startelf stand, aber bei vier Einwechslungen auf eine ordentliche Ausbeute von einem Tor und zwei Vorlagen in kumulierten 125 Spielminuten kommt.
Schon am Mittwoch im Landespokal beim SC Blau-Weiß 06 Köln muss Coach Wilhelm ohne Prokopenko auskommen und hat damit erst einmal eine Option für das offensive Mittelfeld und den Flügel weniger. Gleichwohl bietet der Kader in diesem Bereich noch die eine oder andere Alternative, zumal an den formstarken Niklas Castelle und Lucas Wolf auf der Doppelzehn hinter Torjäger David Otto momentan ohnehin kein Weg vorbei führt.
Allzu viel sollte allerdings auch nicht mehr passieren. Erst recht, weil bis zur nächsten Länderspielpause im November ein straffes Programm wartet. Am Sonntag muss die Viktoria im Westduell bei Alemannia Aachen eine hohe Hürde überspringen und nach einem Heimspiel unter der Woche gegen die SG Sonnenhof Großaspach geht es zum Top-Spiel bei Spitzenreiter MSV Duisburg.
Auf die Englische Woche folgen dann gegen den SC Verl, bei der TSG Hoffenheim II und gegen den 1. FC Saarbrücken weitere Begegnungen, die es in sich haben und in denen die Wilhelm-Elf ihre bisherigen Leistungen wird bestätigen müssen, soll es zu einer ordentlichen Punktausbeute reichen.
Mit 15 Punkten aus den ersten sieben Spielen hat die Viktoria eine mehr als ordentliche Grundlage für das Primärziel Klassenerhalt gelegt und eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Dennoch scheint nicht ausgeschlossen, dass spätestens die winterliche Transferperiode genutzt wird, um auf die Verletzung Prokopenkos zu reagieren. Möglich wäre auch die kurzfristige Nachverpflichtung eines vereinslosen Profis, doch ist der Markt zum einen überschaubar und zum anderen käme ein entsprechender Neuzugang ohne Spielpraxis.






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