
Als Tabellenvierter mit 17 Punkten aus den ersten elf Spielen kann der 1. FC Saarbrücken nach einem knappen Drittel der Saison eine halbwegs zufriedene Zwischenbilanz ziehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Saarländer vergangene Saison zwischenzeitlich um den Verbleib in der 3. Liga bangen mussten und erst mit dem Amtsantritt von Trainer Argirios Giannikis in sichere Gefilde kamen.
Ein größerer Umbruch im Sommer war die Folge und sorgte nun dafür, dass es auch im neuen Spieljahr an der einen oder anderen Stelle holpert. Insbesondere im heimischen Ludwigspark, wo bei zwei Siegen drei von fünf Spielen verloren wurden, womit in der Heimtabelle nur Rang 16 zu Buche steht. Auswärts hingegen rangieren die Saarländer mit elf Punkten aus sechs Partien auf dem zweiten Tabellenplatz.
Nun am Sonntag besteht die Chance, die Heimbilanz aufzupolieren, wenn der SV Waldhof Mannheim zu einem prestigeträchtigen Südwestderby anreist. Die Kurpfälzer haben als Tabellensiebter nur einen Punkt weniger auf dem Konto und könnten mit einem Sieg im direkten Duell vorbeiziehen. Ein Szenario, das man in Saarbrücken natürlich unbedingt vermeiden will.
Angesagt ist für den 1. FC Saarbrücken gegen Mannheim auch ein Stück weit Wiedergutmachung für die am vergangenen Wochenende erlittene 2:3-Niederlage beim TSV Havelse. Anteil daran hatte zwar mit zumindest umstrittenen Entscheidungen gegen den FCS auch Schiedsrichter Maximilian Lotz, doch Coach Giannikis machte gegenüber Bild deutlich, sich von seiner Mannschaft eine andere Reaktion auf die schwierigen Umstände erhofft zu haben: „Wir lassen uns noch zu sehr von externen Dingen beeinflussen. Das zeigt, wir sind weiterhin im Entwicklungsprozess.“
Gegen Mannheim erwartet Giannikis nun aber ein „ganz anderes Spiel und einen ganz anderen Rahmen. Es ist ein Derby und man kann es gar nicht vergleichen“, so der 46 Jahre alte Fußball-Lehrer, der auf Fortschritte seiner Schützlinge hofft: „Wir sind in einer Entwicklung und die Spiele belegen das. Erst wenn wir kontinuierlich siegen, sind wir einen Schritt weiter.“
Möglicherweise verzichten muss Giannikis gegen Mannheim auf Florian Pick, der nach dem Spiel in Havelse am Mikrofon von MagentaSport mit Blick auf Schiedsrichter Lotz von einer möglichen Spielmanipulation schwadroniert hatte: „Das darf man nicht unkommentiert lassen. Ich kann nur hoffen, dass heute mal zugeschaut wurde. Keine Ahnung, ob es Matchfixing war. Ich kann mir das nicht erklären“, redete sich der 31-Jährige ein Stück weit in Rage.
Der DFB hat sich in der Folge mit einer Reaktion zwar etwas Zeit gelassen, nun aber durch den Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und Pick in einem ersten Schritt zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert.
Dem Offensivmann, der seinen Stellenwert als Unterschiedsspieler auch in dieser Saison mit drei Toren und sieben Vorlagen schon wieder bewiesen hat, droht im schlimmsten Fall eine Sperre von einem oder mehreren Spielen. Denkbar ist aber auch eine Geldstrafe, die schmerzhaft ausfallen könnte, aber für den 1. FC Saarbrücken keine sportliche Schwächung im Derby bedeuten würde.






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