NFL Combine: Auf der Suche nach dem nächsten Football-Superstar

Der amerikanische Sport weist einige Besonderheiten auf. Eine davon ist der Draft. Kurz gesagt werden hier die besten Nachwuchsspieler des Landes auf die Teams der Profiligen verteilt, wobei es nach der umgekehrten Reihenfolge des sportlichen Erfolgs geht. Das schlechteste Team darf also zuerst zugreifen, danach das zweitschlechteste usw.

Das führt dazu, dass diese Wahl eine extrem wichtige Entscheidung für jedes Team ist. Der richtige Pick hebt das ganze Team auf ein anderes Level, der falsche verbaut die nähere Zukunft. Der wohl spektakulärste Draft-Fail im US-Sport ist der NBA-Draft von 1984. Sowohl die Houston Rockets als auch die Portland Trailblazers wählten NICHT Michael Jordan, den später größten Sportler aller Zeiten. Die Chicago Bulls waren der lachende Dritte und wurden mit ihm sechs Mal Meister und einer der bekanntesten Klubs der Welt.

Standardisierte Tests für alle Spieler

Damit ähnliches nicht wieder passiert, richtet die US-Footballliga NFL jedes Jahr im März in Indianapolis die NFL Combine aus. Alle Spieler, die sich für den Draft in diesem Jahr angemeldet haben, können sich hier den Scouts und Trainern der NFL-Teams präsentieren. Um ihre individuellen Fähigkeiten besser vergleichbar zu machen, treten sie in standardisierten Tests wie einem 40-Meter-Sprint, Weit- und Hochsprung sowie Bankdrücken an. Dazu gibt es etliche positionsspezifische Übungen.

Spieler müssen teamfähig sein

Doch nicht nur körperlich werden die Kandidaten getestet, sondern auch charakterlich und intellektuell. Die Team-Verantwortlichen wollen so ausschließen, sich einen „Bad Apple“ ins Team zu holen, der nicht gut für die Teammoral ist. Die in Statistik verliebten Amis vermessen noch dazu die Spieler ganz akkurat, je nach Position der Spieler z.B. ihre Hände oder Spannweite. Ferner werden die Spieler geröntgt, damit keine Verletzung oder körperlichen Schwachstellen verborgen bleiben.

Der nächste Deutsche in der NFL?

Aus deutscher Sicht am interessantesten ist Equanimeous St. Brown. Der Wide Receiver mit dem unaussprechlichen Namen ist der Sohn einer Deutschen und eines US-Amerikaners, der 1980 und 1981 Mr. Universum wurde. Körperlich bringt er also beste Voraussetzungen mit und da er im NFL Combine durchaus zu überzeugen wusste, stehen die Chancen nicht schlecht, im diesjährigen Draft früh gewählt zu werden.

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