Meilensteine im Biathlon

Biathlon zählt zu den populärsten Wintersportarten der Welt. Die Kombination aus Präzision und Ausdauer macht diesen Sport so spannend. Die herausragenden Persönlichkeiten, die dieser Sport hervorbrachte sind einzigartig und ebenso ihre Bestmarken.

Mr. Biathlon

Bei den Männern ist kein Biathlet so erfolgreich wie Ole Einar Bjørndalen. Bei Weltmeisterschaften sammelte der Norweger 45 Medaillen, davon alleine 20 goldene. Damit ist Bjørndalen bei Weltmeisterschaften der erfolgreichste Teilnehmer seines Sports. Spätestens seit der WM 2011 im russischen Chanty-Mansijsk ist der Skandinavier die absolute Nummer in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Damals gewann er WM-Gold mit der Männer- und Mixed-Staffel und ist damit der erste Biathlet, der in allen Disziplinen Weltmeister wurde.

Seine Erfolge bei Olympischen Winterspielen sind nicht minder beeindruckend. Acht Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille wurden dem heute 44-Jährigen bei den Wettkämpfen mit den fünf Ringen schon um den Hals gehangen. Damit zählt der Norweger zu den erfolgreichsten Winterolympioniken sportartenübergreifend.

Vor allem im Weltcup war der Skandinavier über Jahre nicht zu schlagen. Dies zeigen seine 94 Weltcupsiege. Sechs Mal sicherte sich Bjørndalen den Gesamtweltcup. Allein in der Saison 2004/05 gelangen dem sehr laufstarken Nordeuropäer zwölf Weltcupsiege. Lange Zeit hätte niemand damit gerechnet, dass seine vielen Rekorde einmal wackeln könnten.

Wachablösung auf dem Biathlon-Thron

Doch mit Martin Fourcade schickt sich jemand an, den Norweger vom Trhon zu stoßen. Der Franzose ist nicht nur der erfolgreichste Biathlet seiner Generation, sondern gehört mittlerweile auch zu den besten aller Zeiten. Mit 25 WM-Medaillen belegt der 30-Jährige hinter Ole Einar Bjørndalen und Emil Hegle Svendsen Platz 3 in der ewigen Rangliste. Sehr wahrscheinlich wird es nicht sein letztes Edelmetall bei Weltmeisterschaften sein, schließlich ist Fourcade erst 30 Jahre alt und wird noch einige Jahre aktiv sein. Zum Vergleich: Bjørndalen hat im erst im Alter von 42 Jahren seine Karriere beendet.

Bei Olympischen Spielen ist der Franzose auch sehr erfolgreich. Mit fünf Goldmedaillen und zwei Mal Silber hat Fourcade hinter Bjørndalen die beste Ausbeute aller Biathleten.

Die Klasse des Martin Fourcade spiegelt sich vor allem im Weltcup wider. Die letzten sieben Gesamtweltcups holte allesamt der Franzose. In den letzten vier Jahren sogar den Weltcup aller einzelnen Disziplinen (Einzel, Massenstart, Sprint und Verfolgung). Mit 70 gewonnenen Weltcuprennen ist Martin Fourcade hinter Bjørndalen auf Rang 2. Auf Platz 3 folgt Raphael Poiree, der „nur“ 40 Weltcupsiege holte. Das zeigt wie sehr Bjørndalen und Fourcade den Biathlonsport dominier(t)en.

Deutschland in der Breite stark

Die deutschen Herren prägten diesen Sport schon immer, ohne dabei wirklich einen herausragenden Athleten im Team gehabt zu haben. Daher finden sich viele DSV-Akteure in den ewigen Ranglisten (unter anderem Sven Fischer oder auch Michael Greis). Mit vier Gesamtweltcupsiegen ist Frank Ullrich der erfolgreichste Deutsche in dieser Wertung. Der Brandenburger war Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre aktiv und belegt Platz 3 in der ewigen Rangliste. Insgesamt finden sich acht deutsche Sportler unter den 19 Gesamtweltcupsiegern. Von den bisherigen 41 Weltcup-Saison gewannen 14 davon ein deutscher Biathlet.

Auch bei Weltmeisterschaften ist die Ausbeute deutscher Biathleten sehr gut. Unter den besten 20 Herren, die eine WM-Medaille gewannen befinden sich acht Deutsche. Frank Luck ist mit 20 Medaillen der erfolgreichste von ihnen.

Ricco Groß dagegen hat mit acht Olympia-Medaillen die meisten aller deutschen Biathleten. Aber Groß ist nicht der einzige deutsche Athlet in dieser Rangliste. Unter den zehn besten Olympioniken sind fünf deutsche Athleten (wie Frank Luck, Sven Fischer oder Mark Kirchner).

Die erfolgreichsten Damen

Bei den Herren beherrschen nur wenige Athleten den Sport und damit die Bestmarken. Dagegen ist die Leistungsdichte im Damen-Biathlon deutlich höher. Und doch ragt eine Dame besonders hervor, zumindest wenn es um den Weltcup geht. Die Schwedin Magdalena Forsberg gewann 42 Weltcuprennen und den Gesamtweltcup zwischen 1997 und 2002 sechs Mal in Folge. Damit ist die Skandinavierin die erfolgreichste Biathletin im Weltcup. Generell konnten erst fünf Damen die große Kristallkugel mehr als einmal gewinnen, darunter die deutsche Ausnahmeathletin Magdalena Neuner, die den Gesamtweltcup drei Mal gewann.

Bei Weltmeisterschaften war keine erfolgreicher als Neuner. 17 Medaillen, darunter zwölf Mal Gold, holte die Bayerin in nur sechs Karrierejahren. Als einzige Biathletin der Welt gewann die Garmisch-Patenkirchenerin bei drei Weltmeisterschaften mindestens drei Mal die Goldmedaille. Beachtlich ist auch die Anzahl der erfolgreichen DSV-Damen bei Weltmeisterschaften. Unter den besten acht finden sich fünf Athletinnen aus Deutschland (unter anderem Uschi Disl und Andrea Henkel).

Bei Olympischen Spielen führt wiederrum eine andere Dame die Bestenliste an. Dank der Goldmedaille in der Staffel und Silber im Massenstart bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang ist Darja Domratschawa nun die erfolgreichste Olympionikin des Biathlons. Mit vier Goldmedaillen und jeweils einer Silbernen und Bronzenen, steht die Weißrussin vor der deutschen Kati Wilhelm. Auch hier zeigt sich die enorm starke deutsche Mannschaft. Sechs von zehn Athletinnen im ewigen Medaillenspiegel sind vom DSV, darunter Uschi Disl (Platz 4) oder auch Andrea Henkel (Platz 6). Mit Laura Dahlmeier (drei Medaillen) ist noch eine aktive dabei.

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