Darts Premier League: Neun Nachrücker für verletzten Gary Anderson

Die am Donnerstag in Newcastle startende 15. Saison der Darts Premier League findet ohne den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson statt. Der 48-jährige Schotte, der als einer der ärgsten Konkurrenten vom aktuellen Weltmeister Michael van Gerwen gehandelt wurde, hat wegen anhaltender Rückenprobleme seine Teilnahme abgesagt.

„Ich habe wirklich versucht, für die Premier League fit zu werden, aber es war körperlich nicht möglich“, erklärte der „Flying Scotsman“, der seit vielen Jahren zur absoluten Elite des Darts-Sports gehört: „Ich habe solche Schmerzen. Sogar wenn ich nur versuchen würde, ein wenig zu trainieren, würde ich langfristige Schäden riskieren.“ Für Ersatz hat der Veranstalter, die Professional Darts Corporation (PDC), bereits gesorgt. Aber anstatt nur einen Spieler auszuwählen, der ein starkes Jahr 2018 hatte, entschied sich die PDC gleich für neun Nachrücker. Richtig gelesen: Neun neue Teilnehmer ersetzen den verletzten Gary Anderson. Sportlich gesehen ist das eine Katastrophe.

Mischung aus „zukünftigen Stars“ und „Lokalhelden“

Aber erst einmal zum Verständnis: Die PDC hat den Entschluss gefasst, neun Spielern, die sie als „zukünftige Stars“ und „Lokalhelden“ bezeichnen, in der Premier League eine Chance zu geben, sich zu beweisen. Unter den Nachrückern ist mit Max Hopp auch ein deutscher Darts-Profi. Außerdem dabei sind Nathan Aspinall, Dimitri Van den Bergh, Chris Dobey, Glen Durrant, John Henderson, Luke Humphries, Steve Lennon und Jeffrey de Zwaan. Jeder dieser neun Spieler tritt jeweils an einem der ersten neun Spieltage an.

Nachrücker können keine Punkte holen

Das hört sich doch gar nicht schlecht an, werden jetzt vielleicht einige denken. Aufstrebende Talente wie Nathan Aspinall und Kultspieler wie John Henderson erhalten so die Gelegenheit, an der Premier League teilzunehmen. In Wirklichkeit aber macht sich die PDC damit lächerlich. Denn: Die Nachrücker können keine Punkte generieren, für sie geht es also sportlich um nichts. Das war’s aber noch nicht! Für die gesetzten neun Spieler der Premier League sind die Duelle gegen die neun Nachrücker normale Punktspiele. Heißt: Sie können Zähler holen, ihre Gegner aber nicht. Zum Kopfschütteln!

Show statt fairer sportlicher Wettkampf

Von einem fairen sportlichen Wettkampf kann nun nicht mehr die Rede sein. Die PDC macht die Premier League durch die Nachrücker-Entscheidung zu einem Show-Event. Das Ziel des Veranstalters ist klar: Es sollen durch die Teilnahme der Talente und Local Heroes mehr Zuschauer in die Hallen gelockt werden. Wo Max Hopp spielt? Natürlich in Deutschland. Im Rahmen des 7. Spieltages trifft er am 21. März in der Berliner Mercedes-Benz-Arena auf den fünffachen Weltmeister Raymond van Barneveld. In einem Match, wo es für Hopp sportlich um nichts geht. Spannung pur.

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