Leichtathletik-WM: Wissenswertes und die deutschen Chancen

Am heutigen Freitag startet die 16. Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Vom 4. August bis zum 13. August werden 2.043 Athleten aus 205 Ländern in 48 Wettbewerben im Olympiastadion in London um Medaillen kämpfen. Der DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) geht ambitioniert in den Wettbewerb.

Die Leichtathletik-WM stößt auf große Zuschauer-Resonanz. Bereits 660.000 Karten wurden im Vorfeld verkauf – mehr als jemals zuvor bei einer Weltmeisterschaft. Die vielen Zuschauer bekommen einige Änderungen zu sehen.

Neuerungen bei der WM

Erstmals gibt es auch für Frauen die Disziplin über 50 Kilometer Gehen. Bisher gab es für Frauen nur den Titelkampf über 20 Kilometer. Zudem werden in London erstmals beide Marathonläufe am ersten Sonntag auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs veranstaltet.

In der WM-Geschichte wird zum ersten Mal ein Flüchtlingsteam an den Start gehen. Die fünf ausgewählten Leichtathleten werden ohne Länderflagge und ohne Hymne sowie unter dem Kürzel ART (Athlete Refugee Team) teilnehmen.

Die IAAF hat nach dem Doping-Skandal in Russland 19 Leichtathleten die Starterlaubnis für die WM erteilt. Sie treten als neutrale Athleten an, weil sie nachweisen konnten, in einem unabhängigen Anti-Doping-System kontrolliert worden zu sein. Außerdem werden 16 WM-Medaillen nach Dopingfällen neu vergeben. Insgesamt rücken elf Einzelsportler und fünf Staffeln wegen nachträglicher Doping- Disqualifikationen in den Ergebnissen auf.

Medaillen-Chancen des DLV

Große Hoffnungen setzt das deutsche Team auf die Speerwerfer. Mit Johannes Vetter, Thomas Röhler und Andreas Hofmann gehen drei deutsche Weltklassewerfer an den Start. So üppig ist die deutsche Leichtathletik anderswo nicht besetzt.

Als weitere Medaillen-Kandidaten gelten David Storl (Kugelstoßen), Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung ) und Robert Harting (Diskuswurf). Chancen rechnet sich der DLV auch im Zehnkampf aus. Rico Freimuth, Kai Kazmirek und Matthias Brugger kommen nicht für Gold in Frage, aber dahinter ist vieles denkbar.

Im Lager der Frauen sind vor allem die Stoßerinnen und Werferinnen die Medaillen-Hoffnungen. Kugelstoßerin Sara Gambetta oder die Sperwerferinnen Katharina Molitor und Christin Hussong sind mittlerweile wettkampfhart genug, um vorn mitzumischen. Auch Siebenkämpferin Carolin Schäfer oder Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz könnten bei idealem Wettkampfverlauf Edelmetall gewinnen. So oder so: Die DLV-Delegation reiste schon erheblich mutloser zu Großveranstaltungen an als zu dieser WM.

Abschied vom Superstar

Die Leichtathletik-WM wird zur Abschiedsvorstellung von Sprint-Superstar Usain Bolt. Am Samstag steht sein letztes Rennen über 100 Meter bevor. Nach dem Lauf wird der Jamaikaner seine Schuhe an den Nagel hängen – nach insgesamt sagenhaften 20 Goldmedaillen. Seit 2008 dominierte er die Sprinter-Welt und stellte dabei zahlreiche Rekorde auf. Der 30-Jährige wird alles dafür tun, um sein letztes Rennen zu gewinnen. Die Quoten (1.30) stehen gut. Es wäre das perfekte Ende einer großen Karriere.

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