Rad-WM 2017: Chris Froome hat Tony Martins Zeitfahrtitel im Visier

Vier Mal war Tony Martin bereits Weltmeister im Einzelzeitfahren, aber eine Verteidigung des Regenbogentrikots dürfte in diesem Jahr schwierig werden. Eine spezielle Streckenführung im norwegischen Bergen macht es reinen Zeitfahrspezialisten wie Martin schwer und spielt eher tempoharten Rundfahrern in die Karten – wie Christopher Froome.

Die zweitgrößte norwegische Stadt Bergen ist im September 2017 Austragungsort der UCI-Straßen-WM. Besondere Aufmerksamkeit dürfte diesmal das Einzelzeitfahren erhalten, das sonst doch etwas im Schatten des Straßenrennens steht. Die abwechslungsreiche Strecke des Einzelzeitfahrens der Männer mündet in einen 3,4 Kilometer langen Anstieg hinauf den Fløyberg. Die bis zu 11% Steigung dürften Tempobolzern der Marke Martin oder Bodnar zu anspruchsvoll sein. Starke Rundfahrer könnten hier aber Vorteile haben. Schließlich sind die Besten ohnehin gut auf den Zeitfahrmaschinen unterwegs und verfügen zudem über Qualitäten am Berg. Ähnlich dürfte auch Chris Froome gedacht haben. Nach dem Double aus Tour- und Vuelta-Sieg will der 32-jährige Sky-Profi jetzt auch Zeitfahr-Weltmeister werden. Gemeinsam mit dem Niederländer Tom Dumoulin gilt der Brite, der das EZF auf der 18. Etappe der Spanien-Rundfahrt vor kurzem mit zwei Minuten Vorsprung gewann, als Titelfavorit. Tony Martin bleibt diesmal also nur die Rolle des Außenseiters. Das Einzelzeitfahren der Männer findet am Mittwoch, den 20.09.2017 ab 13:00 Uhr statt.

Straßenrennen 2017: Spielwiese der Klassiker-Spezialisten

Wenn am „Tor zu den Fjorden“ das Straßenrennen gestartet wird, stehen die Klassiker-Spezialisten im Fokus. Los geht es in Rong auf den Bergen vorgelagerten Inseln. Nach einer etwa 40 Kilometer langen Anfahrt müssen die Fahrer einen rund 20 Kilometer langen Rundkurs innerhalb der Stadt zwölf Mal bewältigen. Entsprechend oft geht es auch auf den Ulrikenberg, einen der sieben Stadtberge Bergens, hinauf. Hier wird sicher aller Voraussicht nach die Spreu vom Weizen trennen. Wer es auf eigene Faust versuchen möchte oder mit einer Gruppe die Flucht nach vorne suchen will, wird hier attackieren. Auf klassische Sprinter vom Schlage eines Marcel Kittel muss man hier nicht setzen. Die Favoriten sind hier eher Peter Sagan (Quote 3,35), Michal Kwiatkowski (8,75) oder der Norweger Edvald Boasson Hagen (9,75). Mit Außenseiterchancen ist John Degenkolb (35,00) dabei. Kommt er mit einer Gruppe ins Ziel, in der schnellere Leute wie eben Titelverteidiger Sagan oder auch Alexander Kristoff fehlen, könnte der Deutsche einen Überraschungscoup landen. Das Straßenrennen der Männer wird am Sonntag, den 24.09.2017 um 15:00 Uhr gestartet.

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