Champions League: Kiel hofft, Flensburg ausgeschieden

In diesem Jahr wird es beim Final Four der Champions League definitiv keine zwei deutschen Vertreter geben. Die SG Flensburg-Handewitt verabschiedete sich mit einer deutlichen Pleite (27:35) im Rückspiel bei Vardar Skopje aus der Königsklasse. Jetzt ruhen alle deutschen Hoffnungen auf den THW Kiel. Die Zebras müssen am Samstag (18:30 Uhr) ihren 28:26-Hinspielsieg beim FC Barcelona verteidigen.

Steht die SG Flensburg-Handewitt am Ende der Spielzeit mit leeren Händen da? Die Norddeutschen, die bereits das DHB-Pokalfinale gegen Kiel verloren und in der Bundesliga auf Platz 2 abgerutscht sind, mussten nun auch in der Champions League die Segel streichen. Dabei galt das Team von Trainer Ljubomir Vranjes in den deutsche Wettbewerben als Top-Favorit und in der Königsklasse zumindest zum erweiterten Kreis der Titel-Anwärter.

Hoffen auf den THW

Letztmals schaffte es in der Saison 2004/05 kein deutscher Verein ins Halbfinale der Königsklasse. Seit Einführung des Final Four zur Saison 2009/10 gab es beim Endturnier der Königsklasse immer mindestens einen Vertreter aus der Bundesliga. Droht dem deutschen Handball in diesem Jahr der Super-GAU?

Der THW ist die letzte Hoffnung. Der deutsche Rekordmeister muss im Rückspiel beim spanischen Spitzenklub FC Barcelona einen Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen. Das wird kein leichtes Unterfangen. Aber wenn jemand in der katalanischen Hölle bestehen kann, dann der THW, der bereits dreimal die Champions League (2007, 2010, 2012) gewinnen konnte.

Reichlich Erfahrung mit Barca

Schon 24 Mal trafen die Zebras und der FC Barcelona im Europapokal aufeinander. Die Bilanz ist ausgeglichen. Je elfmal verließen beide Klubs siegreich die Halle, zwei Partien endeten unentschieden. Allerdings gewann der THW erst zweimal in Barcelona, musste aber bereits neun Niederlagen in der Palau Blaugrana hinnehmen. Die letzten vier Gastspiele in Katalonien gingen verloren, die durchschnittliche Punktedifferenz lag dabei bei 2,25 Zählern. Kiel darf sich eine Niederlage mit einem Zähler Unterschied erlauben.

Zuletzt zeigten die Zebras in der Bundesliga nicht immer ihr bestes Gesicht, aber die Motivation für den großen Coup in der Champions League ist da. Würde Kiel weiterkommen, wäre der THW zum siebten Mal im lukrativen Final Four der Königsklasse vertreten. Mut macht der letzte Aufritt in Barcelona in der diesjährigen CL-Gruppenphase. Damals verlor Kiel beim großen Favoriten nur knapp mit 25:26 – ein Ergebnis, das vorab wohl jeder THW-Anhänger mit Kusshand unterschreiben würde.

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