Vierschanzentournee: Der erste deutsche Sieg seit 16 Jahren scheint möglich

Insgesamt 16 Mal ging der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee an einen deutschen Athleten. Das ist Rekord – den sich die DSV-Springer allerdings mit Österreich teilen müssen. Der kleine, aber feine Unterschied: Die Nachbarn fuhren in den letzten zehn Jahren sieben Erfolge ein. Deutschland wartet seit Sven Hannawalds Triumph im Winter 2001/02 auf einen Gesamtsieg. Es besteht aber begründete Hoffnung, dass die Durststrecke bei der 66. Tournee-Auflage zu Ende gehen könnte.

Grundvoraussetzungen für einen Triumph bei der Vierschanzentournee sind eine überragende Form, Nervenstärke, ein gutes Team und das nötige Quäntchen Glück. Bei den DSV-Springern scheint in diesem Winter alles zusammen zu kommen.

Duo Freitag/Wellinger führt im Weltcup

Sieben (Einzel-) Weltcupspringen wurden in dieser Saison bis dato ausgetragen, vier Mal grüßte ein deutscher Starter vom obersten Treppchen. Drei Mal war das – unter anderem bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg – Richard Freitag. Immerhin einen Sieg verbuchte Andreas Wellinger (Anfang des Monats in Russland), der außerdem bei keinem Springen schlechter als Platz 9 war. Die beiden DSV-Adler bilden damit das Führungsduo im Gesamtweltcup und gehören alleine dadurch zu den Favoriten auf den Tournee-Sieg.

Wie es um das Nervenkostüm der Beiden bestellt ist, wird sich letztlich erst auf dem Bakken von Oberstdorf zeigen. Aber gerade Freitag hat zuletzt mit sechs Top-2-Platzierungen in Folge bewiesen, dass ihn so leicht nichts mehr aus der Bahn wirft. Der 26-Jährige profitiert dabei auch von der Stärke seines Teamkollegen Wellinger. Freitag weiß jetzt, dass auch sein vier Jahre jüngerer Buddy für eine Top-Platzierung gut ist und die Verantwortung nicht ausschließlich auf seinen Schultern lastet.

Kamil Stoch pirscht sich heran

Allen positiven Vorzeichen zum Trotz sollte jetzt niemand in übertriebene Euphorie verfallen. Der Weg zum Tournee-Sieg ist weit und der eine oder andere erfahrene Recke bringt sich rechtzeitig zum Saison-Highlight in Stellung. Wie Titelverteidiger Kamil Stoch: In Engelberg überraschte er mit den Plätzen 2 und 3, den ersten Top-Platzierungen seit dem zweiten Rang beim Saisonauftakt in Wisla. Richtig stark springt auch der 23-jährige Norweger Daniel-Andre Tande. Und womöglich muss man auch Peter Prevc – Tournee-Sieger 2015/16 – im Auge behalten, auch wenn dieser in der aktuellen Saison noch keine Top-10-Platzierung vorzuweisen hat. Aber wie heißt es im Sport so oft: Wir schauen nur auf uns! Das sollten auch Freitag und Wellinger tun, wenn sie den Tournee-Sieg zurück nach Deutschland holen wollen.

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