Formel 1: Neue Regeln versprechen mehr Überholmanöver

Es bleibt die immer gleiche Frage: Was haben sich die Motorsport-Gurus vom Weltverband FIA für die neue Formel 1-Saison diesmal wieder ausgedacht? Frohe Kunde für die Fans: Sportlich bleibt es überschaubar und die technischen Änderungen führen – zumindest in der Theorie – zu mehr Action! Die ganz große (Motoren)-Revolution ist wohl erst für 2020 oder 2021 geplant.

1) Aerodynamik

Dirty Air gilt als das Unwort unter den Formel 1-Piloten. Im Kampf gegen die Luftverwirbelungen, die Überholmanöver so knifflig machen, setzt man nun auf von breitere Frontflügel (von 1,80 auf zwei Meter), während der Heckflügel in der Höhe um sieben Zentimeter wächst. Das kostet die Fahrer zwar etwas unter zwei Sekunden Zeit pro Runde. Dafür wird das Fahren im Windschatten deutlich angenehmer sowie der DRS-Effekt (bei offenem Flügel) verstärkt. Einige Teamchefs befürchten durch die Modifikation wiederum auch mehr Unfälle.

2) Reifen

Was in der aerodynamischen Formel 1 die Dirty Air ist, ist bei den Reifen ein Phänomen namens Blasenbildung. Pirelli gelobt Besserung, insbesondere bei den fünf trockenen Mischungen (zuvor sieben). Künftig tragen die Reifen auch nur noch drei unterschiedliche Farben: Rot für Soft, gelb für Medium sowie weiß für die härteste Mischung. Was die neuen Gummis taugen, dürfte sich wohl erst beim Großen Preis von Österreich (30. Juni) zeigen. Auf der Piste in der Steiermark waren in der Vorsaison die Reifen reihenweise in die Knie gegangen.

3) Gewicht

Wieder einmal nehmen die Boliden zu, um ganze sieben Kilogramm auf insgesamt 743 KG! Zur besseren Einordnung: 2010 lag das Höchstgewicht noch bei 620 Kilogramm! Gleichzeitig führt die FIA nun erstmals ein Mindestgewicht (80 KG) für die Piloten selbst ein. Wer trotzdem leichter ist, kriegt zusätzlichen Ballast in das Fahrzeug. Eine Regeln, die vor allem Nico Hülkenberg zu Gute kommt. „Ich bin mit 1,84 Metern grösser als viele anderen Fahrer und damit schwerer. Das war in den letzten Jahren ein Nachteil“, sagt der deutsche Renault-Pilot.

4) Safety Car

Safety Car-Linie? War einmal! Künftig gilt bei einem Re-Start auf der Strecke so lange die Gelbe Flagge und damit Überholverbot, bis die Fahrer die Start/Ziellinie erreicht haben. Ebenfalls verschärft, werden die Regeln während einer virtuellen Safety Car-Phase (VSC). War bei Boxenein- und Ausfahrt noch Vollgas angesagt, müssen sich die Piloten an die Delta-Zeiten halten.

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