Sebastian Vettel winkt bei Ferrari ein Rentenvertrag

Nach zwei bescheidenen Jahren bei Ferrari führt Sebastian Vettel die WM-Wertung der Formel 1 aktuell an. Jetzt geht Ferrari in die Offensive und bietet dem vierfachen Weltmeister öffentlich einen Vertrag bis zum Karriereende an. Warum der Deal für beide Sinn macht – eine Zusammenfassung.

Neues Auto macht Vettel glücklich

Im Vorjahr noch zeigte sich Vettel unzufrieden mit seinem roten Renner – ein Auto, mit dem er seine hochgesteckten Ziele nicht erreichen konnte. Ferrari-Chef Sergio Marchionne konterte, stellte den Fahrstil des Deutschen in Frage und forderte mehr Selbstbeherrschung hinter dem Steuer. Ein Jahr später herrscht in Maranello eitel Sonnenschein. Der Grund: Die Scuderia hatte, unbemerkt von der Konkurrenz, enorm früh mit der Entwicklung eines Autos begonnen, das den neuen Regularien entspricht. Von diesem Schachzug profitiert Vettel jetzt, liegt nach sechs gefahrenen WM-Läufen 25 Punkte vor Titelfavorit Lewis Hamilton. Selbst Mercedes-Chef Toto Wolff glaubt, dass Ferrari etwa 16 Entwicklungswochen Vorsprung auf die Silberpfeile hat.

Vettel: Bis zu 100 Millionen sind drin

Vettels Vertrag bei Ferrari läuft zum Saisonende aus. In den Medien wurde bereits heftig über einen Wechsel zum zu dieser Zeit überlegenen Mercedes-Team spekuliert. Vettel selbst dementierte die Gerüchte keineswegs. Klar, der 29-Jährige will nicht mit seinen bisherigen vier WM-Titeln in Rente gehen. Dank des neuen starken Autos hat Ferrari im Poker um Vettel jetzt aber die besseren Karten auf der Hand. Und auch die Kriegskasse der Italiener ist gut gefüllt: Bis zu 100 Millionen Euro könnte der Deutsche Medienberichten zu Folge binnen drei Jahren verdienen. Aktuell sollen es „nur“ 25 bis 30 pro Saison sein. Und wohlgemerkt: Im Camp der Italiener hat niemand behauptet, dass nach drei Jahren Schluss sein soll. „Er kann bleiben, solange er möchte“, erklärte Marchionne jüngst gegenüber italienischen Medien.

Vettel hat das Zeug zur Ferrari-Legende

Das die Scuderia den Deutschen jetzt langfristig binden will, macht auch sportlich Sinn. Denn der schnelle rote Renner fährt nicht automatisch zu Bestzeiten. Vettel holte in dieser Saison fast doppelt so viele Punkte wie Teamkollege Raikkönen, gewann drei Grand Prix und war nie schlechter als Platz 2. „Iceman“ Raikkönen steht hingegen bei lediglich zwei Podestplätzen. Vettel ist außerdem nach wie vor angetan vom Mythos Ferrari. Sein Vorbild Michael Schumacher bestritt 180 Rennen für die Scuderia, fuhr 72 Siege ein und wurde fünf Mal Weltmeister. Diese Rekorde zu knacken scheint utopisch, aber der Weg in die Top 5 der roten Bestenliste steht Vettel mit dem richtigen Auto allemal offen (z.B. Alonso/Masse je elf GP-Siege, Lauda/Ascari je zwei WM-Titel). Schritt 1 wäre der WM-Triumph in der laufenden Saison – mit der Quote 1,65 ist Vettel inzwischen Top-Favorit.

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