Goldener Schuh 2022 ᐅ Die Kandidaten für den Top-Torjäger Europas

Robert Lewandowski jubelt nach seinem Tor zum 0:3

Robert Lewandowski jubelt nach seinem Tor zum 0:3.

Mit seinen 41 Treffern hat Robert Lewandowski in der vergangenen Saison den nur scheinbar ewigen Rekord von Gerd Müller, der 1971/72 40 Mal für den FC Bayern München eingenetzt hatte, knapp überboten. Gleichzeitig sicherte sich der polnische Nationalspieler, der 2020 schon zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden war, auch den Goldenen Schuh für den besten Torjäger Europas.

Lewandowski verwies dabei mit Lionel Messi (30 Tore) und Cristiano Ronaldo (29) die beiden Rekordgewinner auf die Plätze. Messi führt das Ranking mit sechs Triumphen vor Ronaldo an, der immerhin vier Mal die meisten Treffer in Europa markierte. Alle übrigen Spieler bringen es maximal auf zwei goldene Schuhe.

Nachdem in den ersten Jahren der Vergabe des Goldenen Schuhs von 1967 bis 1991 mehrfach Manipulationsvorwürfe im Raum standen, wurde die Auszeichnung vorübergehend eingestellt und erst 1997 vom Verband European Sports Media (ESM) wiederbelebt – versehen mit einem neu eingeführten Punktesystem, das Treffer in den großen Ligen aufwertete. Während Tore in den Ländern, die in der Fünfjahreswertung der UEFA auf den Rängen eins bis fünf stehen, doppelt zählen, werden Treffer in den Ligen der Ränge sechs bis 22 mit dem Faktor 1,5 multipliziert und alle anderen Treffer zählen nur einfach. Auf diese Weise wird weitgehend sichergestellt, dass der beste Torjäger Europas auch tatsächlich der beste Angreifer des abgelaufenen Jahres war. Gleichzeitig sind damit aber auch die Chancen aller Spieler, die nicht in Top-Ligen auf Torejagd gehen, deutlich reduziert.

Wenn wir uns nachfolgend mit den Kandidaten beschäftigen, die aus unserer Sicht die besten Chancen auf den Goldenen Schuh 2021/22 haben, sind Akteure von Vereinen außerhalb der Top-Ligen nicht vertreten. Daran ändert auch nichts, dass im Moment (Stand: 01.10.2021) das Ranking von Ohi Omoijuanfo von Molde FK angeführt wird. Der 27-Jährige steht bei 21 Toren, wobei die norwegische Eliteserien allerdings auch nach dem Kalenderjahr spielt und somit bereits weitaus mehr Spiele absolviert sind als in der Bundesliga, der Premier League oder der Serie A.

Robert Lewandowski: Der Titelverteidiger zählt auch in der neuen Saison wieder zu den großen Favoriten. Und das nicht von ungefähr, denn an den ersten sechs Spieltagen der Bundesliga hat Lewandowski schon wieder sieben Mal getroffen und überdies in der Champions League, die freilich für die Wertung keine Rolle spielt, seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Dass sich Lewandowski auf dem Weg zum Bundesliga-Rekord auch von einer Verletzung nicht aus der Bahn werfen hat lassen und nur 29 Einsätze für seine 41 Treffer benötigte, unterstreicht die Qualität des Polen, der damit auch den 2021/22 wieder vorhandenen Nachteil, dass es in Italien, Spanien, Frankreich und England 38 Spieltage und damit vier mehr als in Deutschland gibt, wettmachen könnte.

Erling Haaland: Längst gilt als sicher, dass der norwegische Torjäger einer der teuersten Bundesliga Transfers aller Zeiten wird, doch bevor im Sommer 2022 das Wettbieten der internationalen Schwergewichte beginnt, will Haaland mit Borussia Dortmund noch Großes erreichen. Wie Lewandowski ist auch der 21-Jährige mit sieben Toren in die neue Bundesliga-Saison gestartet, kam indes wegen einer Muskelverletzung nur fünf Mal zum Einsatz und droht am Wochenende erneut auszufallen. Dennoch sollte man Haaland, der in 67 Pflichtspielen für den BVB 68 Tore erzielt hat und nahezu permanent in den Transfernews Deutschland präsent ist, für den Goldenen Schuh auf der Rechnung haben.

Karim Benzema: Mit acht Toren und noch dazu sieben Vorlagen ist der französische Nationalstürmer der herausragende Akteur der noch jungen Saison der spanischen La Liga. Mit mittlerweile 33 Jahren erhält Benzema auch bei Real Madrid endlich die Anerkennung, die dem jahrelang im Schatten von Cristiano Ronaldo stehenden Angreifer seit seiner Ankunft 2009 zuvor oft verwehrt geblieben ist. Im Sturm der Königlichen gesetzt und mit spielstarken Nebenleuten verfügt Benzema grundsätzlich über gute Voraussetzungen, um ein gewichtiges Wörtchen um den Goldenen Schuh mitreden zu können.

Kylian Mbappé: Nicht wenige Transfer Insider überbieten sich mit mehr oder weniger gehaltvollen Spekulationen um die Zukunft des 22 Jahre alten Franzosen, der trotz seines jungen Alters bereits drei Mal Torschützenkönig der Ligue 1 war und auch jetzt nach acht Runden wieder bei vier Treffern steht. Anders als Benzema allerdings hat Mbappé bei Paris St. Germain starke interne Konkurrenz mit Lionel Messi und auch Neymar, die gerne selbst treffen. Noch hakt es im Zusammenspiel der drei Superstars etwas und auch dann, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt Harmonie einstellen sollte, würden die Tore von PSG verteilt. Deshalb und weil Trainer Mauricio Pochettino Mbappé gerade nach dem Winter das eine oder andere Mal für die Champions League schonen könnte, haben andere Stürmer wohl bessere Chancen auf den Goldenen Schuh.

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Lionel Messi: Der Rekordgewinner des Goldenen Schuhs weist aufgrund seines späten Paris St. Germain Transfer bereits einen stattlichen Rückstand auf. Messi kam in der Ligue 1 erst auf zwei Einsätze und ist noch torlos, soll PSG aber ohnehin vor allem zum langersehnten Triumph in der Champions League verhelfen. In der Königsklasse erzielte der 34-jährige Argentinier am Dienstag beim 2:0 gegen Manchester City seinen Premierentreffer, dem sicherlich noch zahlreiche weitere Tore folgen werden. Allerdings dürfte es Messi in dieser Saison kaum noch gelingen, im Rennen um den Goldenen Schuh mitzumischen.

Cristiano Ronaldo: Ebenfalls weniger Einsätze als die meisten Konkurrenten hat Cristiano Ronaldo absolviert, allerdings in drei Partien für Manchester United in der Premier League schon drei Mal getroffen. Zuvor ging der wie Messi spät gewechselte Portugiese in zwei Partien für Juventus Turin leer aus. Dass man Ronaldo auch mit 36 Jahren immer auf der Rechnung haben muss, haben die ersten Wochen des fünffachen Weltfußballers und noch amtierenden Torschützenkönigs der Serie A aber bereits deutlich gemacht. Weil Ronaldo mutmaßlich kaum geschont werden dürfte und wegen seiner überragenden körperlichen Verfassung auch nicht muss, bleibt genügend Zeit, um den aktuellen Rückstand im Goldener-Schuh-Ranking aufzuholen.

Romelu Lukaku: 115 Millionen Euro investierte der FC Chelsea im Sommer in die Rückkehr des belgischen Nationalstürmers, der zuvor großen Anteil daran hatte, dass Inter Mailand erstmals seit 2010 wieder italienischer Meister wurde. Nachdem Lukaku in jungen Jahren der Durchbruch bei den Blues verwehrt geblieben war, ist der 28-Jährige nun als gestandener Spieler von Weltklasseformat zurück und im Team von Trainer Thomas Tuchel gesetzt. Drei Tore stehen nach fünf Einsätzen in der Premier League zu Buche, wobei es für Lukaku in Sachen Goldener Schuh eher kein Vorteil ist, dass weitere Top-Stürmer im Kader stehen und gerade in intensiven Phasen rotiert werden könnte.

Mohamed Salah: Fünf Treffer an den ersten sechs Spieltagen der Premier League stehen auf dem Konto des 29 Jahre alte Ägypters, der mit einem generell wieder verbesserten FC Liverpool in dieser Saison wieder nach allen Titeln greift. Zusammen mit Sadio Mané, Roberto Firmino und Diogo Jota ist vor allem Salah gefordert, die nötigen Treffer der Reds zu erzielen. Die ersten Wochen der neuen Spielzeit verliefen dabei vielversprechend, hat Salah doch auch in der Champions League mit drei Treffern in zwei Spielen einen guten Start hingelegt.

Ciro Immobile: 2019/20 schoss Immobile Lazio Rom mit 36 Toren nicht nur in die Champions League, sondern durfte sich als erster Italiener und zugleich erster Profi aus der Serie A seit Francesco Totti 2006/07 auch über den Goldenen Schuh freuen. Der 31-Jährige, der auch seinen Anteil am italienischen Triumph bei der EM 2021 hatte, steht nun nach den ersten sechs Runden der neuen Saison auch schon wieder bei sechs Treffern und will nicht nur national die vergangene Saison an Ronaldo verlorene Torjägerkanone zurückholen, sondern auch über die Grenzen Italiens hinaus wieder mit vielen Toren für Furore sorgen.

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