
Spieler wie Pedri oder Gavi in Spanien, Rayan Cherki und Pape Sarr in Frankreich, Florian Wirtz und Jamal Musiala in der Bundesliga oder Bukayo Saka und Curtis Jones in der Premier League haben sich dank ihrer Leistungen in großen Ligen längst europaweit einen Namen gemacht. Top-Talente haben indes nicht nur die großen Ligen Europas zu bieten, sondern auch in kleineren Fußballländern sind junge Spieler aktiv, die jede Menge Potential besitzen und deren nächster Schritt wohl nur noch eine Frage der Zeit ist.
Wir haben uns nachfolgend mit den größten Talenten in Ländern wie Belgien, Tschechien, Österreich oder den Niederlanden beschäftigt, die bislang noch nicht ganz so im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, die die Scouts der großen Vereine aber sicherlich längst auf dem Notizblock stehen haben.
Im Mai erst 19 Jahre alt geworden hat Ryan Gravenberch nicht nur bereits 72 Pflichtspiele für Ajax Amsterdam absolviert, sondern auch schon neun Mal das Trikot der niederländischen Nationalmannschaft getragen. Der 1,90 Meter große Mittelfeldmann, der trotz seiner Größe ein eleganter Spieler und vielleicht am ehesten mit Paul Pogba zu vergleichen ist, besitzt bei Ajax nur noch einen Vertrag bis 2023, womit ein Wechsel zum einem Top-Klub schon nach dieser Saison zum Thema werden könnte. In Amsterdam freilich wird man alles versuchen, das schon mit acht Jahren in den Verein gekommene und lange selbst ausgebildete Eigengewächs längerfristig zu halten.
Im Spiel um Platz drei der Nations League gegen Italien kam Charles De Ketelaere ein knappes Jahr nach seinem kurzen Debüt beim 2:1-Sieg gegen die Schweiz zu seinem zweiten Auftritt in der belgischen Nationalmannschaft. Eine halbe Stunde vor Schluss eingewechselt, erzielte der Offensivmann von Club Brügge direkt sein erstes Länderspieltor, konnte die 1:2-Niederlage der Roten Teufel damit aber nicht verhindern. Dem Durchbruch in der Nationalmannschaft, in der die Konkurrenz im Offensivbereich bestehend aus Spielern der goldenen Generation um Eden Hazard, Romelu Lukaku oder Dries Mertens noch groß ist, ist der 20-Jährige zumindest etwas näher gekommen. Sicher kein Nachteil für De Ketelaere, der schon mit sieben Jahren in den Nachwuchs von Brügge kam, ist seine Flexibilität, kann der 1,92 Meter große Linksfuß doch sowohl als Mittelstürmer als auch hängend und auf außen eingesetzt werden.
Ebenfalls sein erstes Länderspieltor erzielt hat Adam Hlozek, der damit beim 2:0-Sieg in Weißrussland dazu beigetragen hat, die tschechischen WM-Hoffnungen am Leben zu halten. Für den 19-Jährigen war es bereits das zwölfte Länderspiel und ohne eine schwere Fußverletzung im vergangenen Herbst stünden wohl noch mehr Einsätze zu Buche. Für Sparta Prag debütierte Hlozek bereits 2018 kurz nach seinem 16. Geburtstag und steht nach 101 Pflichtspielen für den tschechischen Rekordmeister bei 31 Toren und 27 Assists. Nicht festgelegt ist Hlozek, dessen Wechsel in eine große Liga trotz eines bis 2024 laufenden Vertrages in Prag, relativ zeitnah erfolgen dürfte, auf eine Position, sondern kann im Offensivbereich nahezu universell eingesetzt werden.
Nach Erling Haaland hat Red Bull Salzburg im Sommer mit Patson Daka den nächsten Top-Torjäger verloren, doch die mit dem Abgang Dakas zu Leicester City gerissene Lücke haben die Roten Bullen mit einem hochtalentierten Duo längst wieder geschlossen. Karim Adeyemi, der im September auch sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft feiern durfte, erzielte in 16 Pflichtspielen der neuen Saison elf Tore und verbuchte zwei Vorlagen. Beim 19-Jährigen gilt ein Wechsel im Sommer 2022 längst als beschlossene Sache, wobei aktuell ein Borussia Dortmund Transfer am heißesten gehandelt wird. Noch länger in Salzburg reifen dürfte derweil Benjamin Sesko, der erst im Sommer von Ausbildungsklub FC Liefering hochgezogen wurde und aktuell bei sieben Treffern und drei Assists in ebenfalls 16 Pflichtspielen steht. Der 18-Jährige hat inzwischen den Sprung in die Nationalmannschaft Sloweniens geschafft und gilt nach Haaland als nächster, wahrscheinlicher Export der Roten Bullen.
Schon immer Sommer wusste so mancher Transfer Insider zu berichten, dass Khvicha Kvaratskhelia unter anderem in der Bundesliga Interesse geweckt haben soll. Vor allem Borussia Mönchengladbach wurde als möglicher neuer Arbeitgeber des 20 Jahre alten Georgiers genannt, der bis dato aber weiterhin für Rubin Kazan aufläuft. Mutmaßlich aber nicht mehr lange, denn die russische Premier Liga scheint für den Offensivmann, der sich auf dem linken Flügel am wohlsten fühlt, in Bälde zu klein zu werden. Ein eher durchwachsener Start in die neue Saison mit nur einem Tor und einer Vorlage in acht Spielen lässt bislang indes diejenigen Experten Recht behalten, die zu kleineren Schritten und zu einem Wechsel erst nach ein, zwei weiteren Jahren Reifezeit raten.
Den Einstand von Stefan Kuntz als türkischer Nationaltrainer gegen Norwegen (1:1) verpasste Orkun Kökcü aufgrund einer Gelbsperre, doch beim anschließenden 2:1-Sieg in Lettland war der 20 Jahre alte Mittelfeldmann von Feyenoord Rotterdam, der in den Niederlanden geboren ist und im Nachwuchs Junioren-Länderspiele in Oranje absolviert hat, dann dabei. Kökcü gilt als einer der großen Hoffnungsträger des türkischen Fußballs, scheint momentan bei Feyenoord aber noch gut aufgehoben. Bereits 2014 in den Nachwuchs des Traditionsklubs gewechselt hat Kökcü dort mit reichlich Spielzeit beste Entwicklungsmöglichkeiten. Dass die vergangene Saison auch verletzungsbedingt eher holprig verlaufen ist, war möglicherweise eine glückliche Fügung, um nicht möglicherweise mit einem zu schnellen Wechsel einen Fehler zu machen.
In Transfernews Deutschland wurde Noni Madueke unter anderem schon bei Borussia Dortmund und RB Leipzig gehandelt, doch nach wie vor spielt der 19-jährige Engländer mit nigerianischen Wurzeln für die PSV Eindhoven. 2018 von Tottenham Hotspur zunächst in die Jugend der PSV gewechselt, hat Madueke nicht lange gebraucht, um bei den Profis anzukommen und über die Niederlande hinaus auf sich aufmerksam zu machen. Der 1,82 Meter große Linksfuß, der sich auf dem rechten Flügel am wohlsten fühlt und gerne mit seinem starken Fuß nach innen zieht, um selbst den Abschluss zu suchen, wurde aktuell zwar von einer Muskelverletzung ein wenig ausgebremst, doch 15 Tore und neun Vorlagen in gemessen am Alter auch sehr respektablen 50 Pflichtspielen für Eindhoven sind eine Bilanz, die aufhorchen und auf Großes hoffen lassen.
Gerade 18 Jahre alt geworden feierte Yari Verschaeren bereits im September 2019 sein Debüt in der belgischen A-Nationalmannschaft und gilt spätestens seitdem als eines der Top-Talente beim WM-Dritten von 2018. Derzeit allerdings wartet der offensive Mittelfeldmann seit Herbst 2020 auf sein siebtes Länderspiel und stand im Sommer auch nicht im EM-Kader. Die Entwicklung Verschaeren ist im vergangenen Jahr wie häufig bei ganz jungen Spielern eher wellenförmig verlaufen, doch beim RSC Anderlecht ist der 1,72 Meter große Youngster eine feste Größe und hat dort mit Vincent Kompany einen selbst in sehr jungen Jahren durchgestarteten Trainer, der sorgsam mit dem Talent umgeht und die Belastung auch ab und an dosiert. Die Voraussetzungen für eine große Karriere scheinen gegeben – auch in der Nationalmannschaft, gilt es in Belgien doch früher oder später einen Nachfolger für Kevin de Bruyne als Spielmacher zu finden.
Mit sechs Toren in sieben Spielen der ukrainischen Premier Liga hat Lassina Traoré einen furiosen Saisonstart hingelegt und auch international auf sich aufmerksam machen können. Der 20-Jährige, der im Sommer für zehn Millionen Euro von Ajax Amsterdam zu Shakhtar Donezk gewechselt ist, schien den Umweg über die Ukraine im Eiltempo zu nutzen, um sich ins Rampenlicht zu schießen. Beim 0:0 in der Champions League gegen Inter Mailand allerdings erwischte es den 14-fachen A-Nationalspieler von Burkina Faso früh mit einer schweren Knieverletzung, die eine lange Pause erfordert. Der Durchbruch des 1,83 Meter großen Mittelstürmers, der nun erst einmal wieder richtig gesund werden muss, verzögert sich damit sicherlich deutlich.
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