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Noch immer sind elf Spieltage zu spielen und damit 33 Punkte zu vergeben, doch beim SSV Ulm schwindet der Glaube an den Klassenerhalt immer mehr. Die 1:3-Niederlage am Dienstagabend gegen die zuvor kriselnde Zweitvertretung der TSG Hoffenheim war der nächste Nackenschlag für die Spatzen, für die sich die Situation im Tabellenkeller am heutigen Mittwoch nochmals zuspitzen könnte, wenn der 1. FC Saarbrücken gegen den SV Wehen Wiesbaden gewinnen oder auch nur punkten sollte.
Aktuell hat Ulm Saarbrücken und damit das rettende Ufer bei fünf Punkten Rückstand noch halbwegs in Sichtweite, doch könnten die Saarländer davonziehen. Von Alemannia Aachen auf Rang 15 trennen den SSV schon jetzt acht Zähler – und Aachen hat heute gegen den 1. FC Schweinfurt 05 noch die Chance, das Polster auszubauen.
Nicht nur die 9.617 Zuschauer, darunter kein einziger Anhänger der Gäste, verließen am Dienstagabend das Donaustadion schwer enttäuscht, sondern auch die Protagonisten konnten ihren Frust nicht wirklich verbergen. Bei Trainer Pavel Dotchev klang bei MagentaSport sogar ein Anflug von Resignation durch: „Ich habe immer gedacht, dass ich die Kurve kriege und wir die nötigen Punkte holen, um uns zu befreien. Das ist uns – oder mir – leider nicht gelungen. Und es ist sehr schmerzhaft für mich persönlich, dass ich das nicht geschafft habe“, so der Rekordtrainer der 3. Liga, der indes auch noch ein kämpferisches „bis jetzt“ nachschob.
Als dritter Cheftrainer der Saison nach Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner verantwortete Dotchev bislang 13 Spiele und verbuchte dabei lediglich elf Zähler. Dass der Schnitt von 0,85 Punkten pro Partie nicht annähernd ausreichen wird, um den Klassenerhalt noch zu schaffen, weiß man natürlich auch in Ulm. Dennoch ist ein erneuter Trainerwechsel eher nicht zu erwarten. Dotchev selbst jedenfalls ist nicht bereit, die Brocken hinzuwerfen und fühlt die Rückendeckung der Verantwortlichen um den neuen Geschäftsführer Stephan Schwarz: „Ich mache mir keine Sorgen“, so der 60-Jährige, den aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse ein schlechtes Gewissen plagt: „Der Vorstand schenkt mir großes Vertrauen – und es tut mir weh, das nicht zurückzuzahlen.“
Noch freilich sind wie eingangs erwähnt noch 33 Punkte zu vergeben. Am Samstag wartet dabei mit dem 1. FC Schweinfurt 05 die auf dem Papier einfachste Aufgabe, die die 3. Liga in dieser Saison zu bieten hat. Beim abgeschlagenen Schlusslicht zu gewinnen, ist zwar keine Selbstverständlichkeit, wie am vergangenen Wochenende Saarbrücken beim 2:2 erfahren musste, aber dennoch könnte ein Dreier bei den Schnüdeln noch einmal neuen Schwung bringen.
„Wenn wir da gewinnen, sieht es vielleicht schon wieder etwas besser aus. Hoffnung ist immer da“, wagte Dotchev inmitten der Enttäuschung nach der Pleite gegen Hoffenheim einen zumindest von vorsichtigem Optimismus geprägte Ausblick auf die anstehende Aufgabe.







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