
Eine rechnerische Entscheidung ist in der 3. Liga auch neun Spieltage vor Schluss noch nicht gefallen, doch das vergangene Wochenende hat zuvor schon vorhandene Tendenzen an beiden Enden der Tabelle verstärkt.
An der Spitze hat der VfL Osnabrück seinen Lauf mit einem 4:1-Sieg gegen Waldhof Mannheim fortgesetzt und nun sechs Punkte Vorsprung auf Platz drei und sogar sieben Zähler auf Rang vier. Profitiert haben die Lila-Weißen davon, dass Energie Cottbus bei Alemannia Aachen mit 1:4 verlor und der MSV Duisburg bei Hansa Rostock sogar mit 1:5 unter die Räder kam. Neben Rostock gab es im Verfolgerfeld mit Rot-Weiss Essen (4:2 gegen Erzgebirge Aue) und dem SC Verl (4:0 gegen den 1. FC Schweinfurt 05) auch noch zwei weitere Gewinner, während sich die um den Anschluss ringenden TSV 1860 München und SV Wehen Wiesbaden bei ihren Aufholjagden mit einem 0:0 im direkten Duell etwas ausgebremst wurden.
Im Tabellenkeller kassierte neben Aue und Schweinfurt auch der SSV Ulm (1:3 gegen den FC Ingolstadt) eine Niederlage. Der TSV Havelse schaffte nach 0:2-Rückstand gegen Viktoria Köln (3:2) zwar noch ein Comeback, liegt aber noch immer zehn Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Dort rangiert der 1. FC Saarbrücken, der gegen Jahn Regensburg zwar nicht über ein 1:1 hinauskam, seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und Aue aber dennoch auf neun Zähler ausbauen konnte.
Deutliche Unterschiede gab es am zurückliegenden Wochenende bei den Reisestrecken der Auswärtsfahrer. Während die Anhänger von Energie Cottbus quer durch die Republik 727 Kilometer nach Aachen unterwegs waren, trat die TSG Hoffenheim II nur 73 Kilometer fern der Heimat in Großaspach gegen den VfB Stuttgart II an – in einer Partie, die indes insgesamt nur 750 Zuschauer vor Ort verfolgten und damit weniger als die Hälfte der Fans, die Cottbus mit auf den Tivoli gebracht hatte.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
Alemannia Aachen – Energie Cottbus 24.215 Zuschauer / 1.550 Gästefans / 727 Reisekilometer
TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden 15.000 Zuschauer / 400 Gästefans / 432 Reisekilometer
VfB Stuttgart II – TSG Hoffenheim II 750 Zuschauer / 32 Gästefans / 73 Reisekilometer
VfL Osnabrück – Waldhof Mannheim 14.743 Zuschauer / 400 Gästefans / 416 Reisekilometer
Rot-Weiss Essen – Erzgebirge Aue 16.537 Zuschauer / 310 Gästefans / 555 Reisekilometer
TSV Havelse – Viktoria Köln 1.012 Zuschauer / 67 Gästefans / 296 Reisekilometer
SC Verl – 1. FC Schweinfurt 05 2.325 Zuschauer / 150 Gästefans / 293 Reisekilometer
Hansa Rostock – MSV Duisburg 25.957 Zuschauer / 1.200 Gästefans / 552 Reisekilometer
1. FC Saarbrücken – SSV Jahn Regensburg 12.258 Zuschauer / 340 Gästefans / 457 Reisekilometer
SSV Ulm – FC Ingolstadt 7.330 Zuschauer / 210 Gästefans / 154 Reisekilometer
Mit Energie Cottbus und dem MSV Duisburg wurden am 29. Spieltag nur zwei Vereine von einer vierstelligen Anzahl an Fans begleitet, trotz stattlicher Reisestrecken von 727 und 552 Kilometern – und just die beiden Klubs mit der größten Unterstützung in der Fremde kassierten deutliche Niederlagen und damit auch empfindliche Rückschläge im Aufstiegsrennen.
Am kommenden Wochenende, mit dem es in die letzte Länderspielpause geht, sind angesichts auswärts geforderter Teams wie Hansa Rostock, 1860 München oder Rot-Weiss Essen wieder vollere Gästeblöcke zu erwarten.







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