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Zumindest mit einem Auge verfolgt man bei Hansa Rostock natürlich den weiteren Werdegang von Ryan Naderi, der Anfang Februar kurz vor Transferschluss mit seinem rund sechs Millionen Euro teuren Wechsel zu den Glasgow Rangers sowohl Vereins- als auch Drittliga-Geschichte geschrieben hat. Bislang indes läuft es für den 22 Jahre alten Angreifer auf der Insel noch nicht vollends rund. Naderi traf zwar im Pokal doppelt, wartet nach sechs Einsätzen in der Premiership aber noch auf sein erstes Tor im Liga-Alltag.
Dafür, dass Naderi in Rostock schon nach wenigen Wochen kein großes Thema mehr ist, sorgt unterdessen Emil Holten. Der 29 Jahre alte Däne, der sich zuvor hinter Naderi und Andreas Voglsammer meist noch mit der Jokerrolle begnügen musste, ist aus dem Schatten des Rekordverkaufs getreten und hat an den letzten sieben Spieltagen jeweils von Trainer Daniel Brinkmann in der Startelf aufgeboten sechs Tore erzielt.
Beim 5:1-Kantersieg im Aufstiegsduell gegen den direkten Konkurrenten MSV Duisburg verbuchte Holten seinen ersten Doppelpack für Hansa und bereitete zudem einen Treffer vor. Mit etwas Abstand zeigte sich der 1,95 Meter große Mittelstürmer gegenüber dem kicker noch immer überwältigt von der Atmosphäre im Ostseestadion und machte zugleich kein Geheimnis aus seinem großen Ziel mit der Kogge: „Wenn du das Stadion gegen Duisburg gesehen hast, verdienen es die Fans, dass Hansa eine Liga höher spielt. Wir hoffen, ihnen das auch zurückgeben zu können.“
Ein Aufstieg würde Holtens Chancen auf einen Verbleib in Rostock mutmaßlich auch nicht verringern. Aktuell ist der Angreifer vom schwedischen Erstligisten IF Elfsborg nur ausgeliehen, doch dem Vernehmen nach besitzt der FC Hansa eine Kaufoption in unbekannter Höhe. Aufgrund der hohen Einnahmen für Naderi, die im Winter auch wegen des Vertrauens in Holten nicht in einen neuen Stürmer reinvestiert wurden, sollten aber die finanziellen Mittel bereit stehen, um eine feste Verpflichtung realisieren zu können.
„Wir werden sehen, was passiert“, lässt Holten seine Zukunft einerseits noch offen, andererseits aber auch durchklingen, sich eine Zukunft an der Ostsee gut vorstellen zu können: „Ich bin aktuell extrem glücklich, in Rostock zu sein. Das ist die Wahrheit.“
Bevor die Zukunftsplanungen der Verantwortlichen um Direktor Profifußball Amir Shapourzadeh konkreter werden können, geht es für den FC Hansa in den nächsten Wochen darum, den Schritt auf die Aufstiegsränge zu schaffen. Aktuell liegt die Kogge zwar nur auf dem sechsten Platz, befindet sich bei zwei Punkten Rückstand auf Rang drei und auch nur drei Zählern bis zum zweiten Rang aber in Schlagdistanz.
Fraglos eine wichtige Partie, weil wieder bei einem direkten Konkurrenten, steht am Freitagabend an, wenn Hansa beim SV Wehen Wiesbaden gastiert. Der SVWW hat als Achter lediglich zwei Punkte weniger und könnte Hansa mit einem Sieg im direkten Duell überflügeln – ein Szenario, das auch Emil Holten liebend gerne verhindern würde.







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