
Vier Spieltage vor Schluss steht in der 3. Liga mit dem 1. FC Schweinfurt 05 der erste Absteiger bereits rechnerisch fest und bei zwölf Punkten Rückstand ans rettende Ufer wird auch Erzgebirge Aue den Gang in die Regionalliga antreten müssen. Ebenfalls schlecht sieht es für den TSV Havelse aus, der zu spät damit begonnen hat, sich gegen sein Schicksal zu wehren und deshalb neun Zähler Rückstand aufweist. Der SSV Ulm schöpft derweil nach dem 2:1-Erfolg am Samstag im Kellerduell just gegen Havelse noch einmal neue Hoffnung. Die Spatzen haben den Abstand ans rettende Ufer auf sechs Punkte verkleinert, an dem der 1. FC Saarbrücken es abermals verpasst hat, sich abzusetzen.
Nach der 0:2-Niederlage in der Woche zuvor beim TSV Havelse kam Saarbrücken zu Hause gegen den TSV 1860 München nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und ist seit nun drei Partien sieglos. Die Chancen zu drei Punkten waren gegen die Münchner Löwen zwar zur Genüge vorhanden, doch mangelte es bei weitem nicht zum ersten Mal an der nötigen Effizienz vor dem gegnerischen Tor.
„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben es am Ende aber einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen“, war Trainer Argirios Giannikis gegenüber Bild natürlich nicht zufrieden mit dem einen Punkt, aber durchaus einverstanden damit, wie sich seine Mannschaft präsentiert – die sich freilich ein Stück weit auch bei Schlussmann Phillip Menzel bedanken musste, ohne den womöglich sogar noch verloren worden wäre.
„Wir müssen mit dem Punkt leben und nach vorne schauen“, fügte Giannikis an, sicherlich wohlwissend, dass sich die Situation am kommenden Wochenende nochmals zuspitzen könnte. Denn bei Rot-Weiss Essen steht dem 1. FC Saarbrücken ein überaus schwieriges Auswärtsspiel bevor. Setzt es an der Hafenstraße eine Niederlage, könnte Ulm mit einem Erfolg bei 1860 München bis auf drei Zähler heranrücken und es wäre im Saarland richtig Zittern angesagt.
Auch, weil das folgende Restprogramm nicht unbedingt einfach ist. Gegen Waldhof Mannheim wartet ein stets prestigeträchtiges Heimspiel, bevor es bei der TSG Hoffenheim II gegen einen direkten Konkurrenten geht, der mit aktuell zwei Punkten mehr auch noch nicht durch ist. Und abschließend gastiert der FC Hansa Rostock im Ludwigspark, der dann möglicherweise noch die Chance auf den Aufstieg hat.
Weil auch Ulm noch bei Spitzenreiter VfL Osnabrück und gegen Essen ran muss, besteht zwar derzeit noch kein Grund zur Panik, doch besser schlafen würde man in Saarbrücken sicherlich, wenn am besten schon in Essen gepunktet wird.
Angesichts zahlreicher auslaufender Spielerverträge und eines sich schon länger abzeichnenden Umbruchs im Sommer wäre auch Planungssicherheit möglichst vor dem letzten Spieltag wünschenswert.







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