
Der 34. Spieltag der 3. Liga ist absolviert, hat zunächst aber keine weitere Entscheidung gebracht, nachdem der Abstieg des 1. FC Schweinfurt schon zuvor besiegelt war. Für Erzgebirge Aue dürfte es nach einem 2:2 beim VfB Stuttgart II bei weiter zwölf Punkten Rückstand ans rettende Ufer aber ebenso keine Rettung mehr geben wie für den TSV Havelse, der das Hoffnungsduell beim SSV Ulm mit 1:2 verlor. Ulm hingegen konnte den Rückstand auf den 1. FC Saarbrücken (0:0 gegen den TSV 1860 München) auf dem rettenden 16. Platz auf nur noch sechs Punkte verkürzen.
Noch mehr im Fokus als der Abstiegskampf steht die Tabellenspitze, an der der VfL Osnabrück mit einem 1:0-Sieg beim FC Ingolstadt den nächsten Schritt in Richtung 2. Bundesliga gemacht hat. Hinter den Lila-Weißen geht es aber eng zu. Rot-Weiss Essen verpasste es mit einer 3:5-Niederlage im Top-Spiel bei Energie Cottbus, sich abzusetzen, ist aber weiterhin Zweiter – indes mit nur noch einem Punkt vor Cottbus und auch dem MSV Duisburg (3:1 gegen die TSG Hoffenheim II).
An Boden verloren hat derweil der FC Hansa Rostock, der bei Absteiger Schweinfurt nicht über ein 0:0 hinaus kam. Die Kogge ist bei drei Punkten Rückstand auf Platz drei aber ebenso weiter im Rennen wie der SC Verl, der Viktoria Köln mit 2:0 bezwang, allerdings noch zwei weitere Zähler weniger auf dem Konto hat.
Der 34. Spieltag war geprägt von überwiegend weiten Anreisen. Sieben Vereine waren über 400 Kilometer zu ihrem Spielort unterwegs, fünf davon und damit die Hälfte der Auswärtsmannschaften sogar mehr als 500 Kilometer. Vergleichsweise kurze Reisestrecken hatten einzig Waldhof Mannheim nach Wiesbaden und Viktoria Köln nach Verl zu bewältigen.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
SSV Jahn Regensburg – Alemannia Aachen 9.638 Zuschauer / 1.100 Gästefans / 573 Reisekilometer
FC Ingolstadt – VfL Osnabrück 7.570 Zuschauer / 1.300 Gästefans / 570 Reisekilometer
1. FC Schweinfurt 05 – Hansa Rostock 7.676 Zuschauer / 4.500 Gästefans / 645 Reisekilometer
SC Verl – Viktoria Köln 2.408 Zuschauer / 182 Gästefans / 170 Reisekilometer
MSV Duisburg – TSG Hoffenheim II 27.524 Zuschauer / 24 Gästefans / 338 Reisekilometer
1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München 14.744 Zuschauer / 1.800 Gästefans / 436 Reisekilometer
SSV Ulm – TSV Havelse 8.118 Zuschauer / 8 Gästefans / 546 Reisekilometer
Energie Cottbus – Rot-Weiss Essen 17.239 Zuschauer / 1.452 Gästefans / 618 Reisekilometer
VfB Stuttgart II – Erzgebirge Aue 700 Zuschauer / 200 Gästefans / 405 Reisekilometer
SV Wehen Wiesbaden – Waldhof Mannheim 4.353 Zuschauer / 3.000 Gästefans / 91 Reisekilometer
Fans von Hansa Rostock sind es gewohnt, in der Regel weite Reisen auf sich nehmen zu müssen, um ihre Mannschaft live vor Ort unterstützen zu können. So waren es auch auf dem Weg zum Gastspiel beim 1. FC Schweinfurt 05 stolze 645 Kilometer, die aber beinahe sensationelle 4.500 Fans der Kogge nicht davon abhielten, im Sachs-Stadion dabei zu sein.
Stimmungstechnisch war das altehrwürdige Rund klar in Rostocker Hand, doch die Überlegenheit auf den Rängen war nicht genug, der Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann den letzten Tick zu verleihen, um den Ball über die Schweinfurter Torlinie zu bringen, sodass unter dem Strich nur ein 0:0 und zwei verlorene Punkte standen.







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