
Am 36. und drittletzten Spieltag der 3. Liga sind weitere Entscheidungen gefallen. Der VfL Osnabrück stand zwar schon zuvor als Aufsteiger und Meister fest, hat sich mit einem 3:2-Sieg beim SV Wehen Wiesbaden aber nochmals würdig als Top-Team dieser Saison präsentiert. Wer die Lila-Weißen in die 2. Bundesliga begleiten wird, ist weiterhin offen.
Während Hansa Rostock nach einem 1:1 bei Alemanna Aachen ebenso wie der SC Verl (4:0 gegen den TSV Havelse) fünf Punkte hinter Platz drei liegt und seine Hoffnungen wohl begraben muss, läuft es auf einen heißen Dreikampf um den zweiten Direktaufsteiger und den Relegationsteilnehmer hinaus. Energie Cottbus ist trotz der 1:2-Niederlage im direkten Duell beim MSV Duisburg als Zweiter noch in der Pole Position, hat die punktgleichen und bis auf zwei Tore herangerückte Zebras aber dicht im Nacken. Großer Verlierer anstatt Profiteur der Aufeinandertreffens der beiden Konkurrenten war am Wochenende indes Rot-Weiss Essen mit einem Totalausfall aller Systeme beim VfB Stuttgart II (1:6). RWE ist nach diesem Debakel nur noch Vierter und bei zwei Punkten Rückstand auf Cottbus und Duisburg auf deren Patzer angewiesen.
Im Abstiegskampf ist unterdessen alles klar. Nach dem 1. FC Schweinfurt 05 (1:1 gegen den TSV 1860 München) und Erzgebirge Aue (5:2 beim FC Ingolstadt) gibt es auch für den TSV Havelse nach der Pleite in Verl und den SSV Ulm (0:2 gegen Viktoria Köln) keine Rettung mehr.
Die Ostklubs Hansa Rostock und Energie Cottbus mussten in Aachen bzw. Duisburg tief im Westen der Republik ran und dafür die weitesten Reisestrecken auf sich nehmen. Einigermaßen kurze Anreisen war am 36. Spieltag nur dem TSV Havelse nach Verl und Waldhof Mannheim zum Südwestderby in Saarbrücken vergönnt.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
Alemannia Aachen – Hansa Rostock 30.474 Zuschauer / 3.000 Gästefans / 658 Reisekilometer
SSV Jahn Regensburg – TSG Hoffenheim II 9.691 Zuschauer / 10 Gästefans / 286 Reisekilometer
MSV Duisburg – Energie Cottbus 30.107 Zuschauer / 2.300 Gästefans / 643 Reisekilometer
SV Wehen Wiesbaden – VfL Osnabrück 7.867 Zuschauer / 5.500 Gästefans / 361 Reisekilometer
FC Ingolstadt – Erzgebirge Aue 3.406 Zuschauer / 320 Gästefans / 302 Reisekilometer
VfB Stuttgart II – Rot-Weiss Essen 3.350 Zuschauer / 2.800 Gästefans / 412 Reisekilometer
1. FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München 9.036 Zuschauer / 4.500 Gästefans / 295 Reisekilometer
SSV Ulm – Viktoria Köln 7.934 Zuschauer / 107 Gästefans / 447 Reisekilometer
SC Verl – TSV Havelse 2.306 Zuschauer / 53 Gästefans / 138 Reisekilometer
1. FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 15.600 Zuschauer / 1.900 Gästefans / 149 Reisekilometer
Dass sich das Saisonende und damit auch die Entscheidungen nähern, lässt sich an der Auslastung der Gästeblöcke erkennen, konnten doch gleich sechs Vereine am 36. Spieltag auf vierstellige Unterstützung in der Fremde bauen. Während die Fans des TSV 1860 München in Schweinfurt und von Waldhof Mannheim in Saarbrücken trotz sportlicher Bedeutungslosigkeit der Partie in großer Zahl dabei waren, machten sich die Anhänger von Hansa Rostock, Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen voller Aufstiegshoffnungen auf Auswärtsfahrt – um allesamt enttäuscht zurückzukehren.
Anders als die 5.500 Fans des VfL Osnabrück, deren Mannschaft schon tags zuvor den Aufstieg im Bus und kurz vor dem eigenen Spiel beim SV Wehen Wiesbaden die Meisterschaft feiern durfte. Dass dann auch noch ein 3:2-Sieg gelang, machte den Tag aus lila-weißer Sicht perfekt.







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