
Die 3. Liga steht vor ihrem Schlussakt, der dramatisch werden könnte. Denn nach dem 37. Spieltag sind mit Energie Cottbus, dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier nahe beieinander. Alle drei haben das Ziel, direkt in die 2. Bundesliga aufzusteigen, wobei Cottbus mit zwei Punkten Vorsprung auf die beiden Konkurrenten die besten Karten hat. Hansa Rostock wahrte mit einem 5:3-Sieg gegen den VfB Stuttgart II immerhin noch eine rechnerische Chance auf die Relegation, wofür die Kogge abschließend aber nicht nur gewinnen, sondern auch Duisburg und Essen jeweils verlieren müssten.
Duisburg hat am vergangenen Wochenende mit einem 0:0 bei Erzgebirge Aue eine bessere Ausgangsposition verpasst, wohingegen Cottbus durch den 2:1-Siegtreffer in der 89. Minute durch Tolga Cigerci gegen den SV Wehen Wiesbaden seine Hausaufgaben ebenso erledigt hat wie Rot-Weiss Essen mit einem 1:0-Sieg gegen den SC Verl. Sollte es für RWE am Ende nicht reichen, wird man an der Hafenstraße indes sicherlich an das 1:6-Debakel am 36. Spieltag beim VfB Stuttgart II zurückdenken.
Alle anderen Partien des 37. Spieltages waren nur von überschaubarer Bedeutung, nachdem der VfL Osnabrück (1:1 gegen den SSV Ulm) zuvor bereits als Meister und Aufsteiger feststand, ebenso wie Ulm und Aue als Absteiger. Die beiden übrigen Absteiger standen sich direkt gegenüber. Der TSV Havelse setzte sich gegen den 1. FC Schweinfurt 05 mit 3:2 durch.
Gleich vier Vereine und ihre Fans durften sich am Wochenende über eine relativ kurze Anreise von weniger als 200 Kilometern freuen, was sich durchaus auch auf die jeweiligen Zuschauerzahlen ausgewirkt hat. Auf der anderen Seite waren die 547 Kilometer für die Fans des MSV Duisburg nach Aue aber nur die drittweiteste Strecke. Der überschaubare Fangruppe des VfB Stuttgart II bei Hansa Rostock hatte mit 813 Kilometern den mit Abstand längst Weg.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
Hansa Rostock – VfB Stuttgart II 28.061 Zuschauer / 25 Gästefans / 813 Reisekilometer
TSG Hoffenheim II – 1. FC Saarbrücken 1.700 Zuschauer / 1.500 Gästefans / 180 Reisekilometer
Energie Cottbus – SV Wehen Wiesbaden 19.666 Zuschauer / 66 Gästefans / 611 Reisekilometer
VfL Osnabrück – SSV Ulm 14.752 Zuschauer / 417 Gästefans / 555 Reisekilometer
Erzgebirge Aue – MSV Duisburg 10.334 Zuschauer / 1.500 Gästefans / 547 Reisekilometer
Rot-Weiss Essen – SC Verl 19.517 Zuschauer / 500 Gästefans / 127 Reisekilometer
TSV 1860 München – FC Ingolstadt 15.000 Zuschauer / 1.150 Gästefans / 85 Reisekilometer
Viktoria Köln – Alemannia Aachen 7.153 Zuschauer / 3.600 Gästefans / 83 Reisekilometer
TSV Havelse – 1. FC Schweinfurt 05 878 Zuschauer / 184 Gästefans / 342 Reisekilometer
Waldhof Mannheim – SSV Jahn Regensburg 9.100 Zuschauer / 600 Gästefans / 324 Reisekilometer
Bei Alemannia Aachen wird man sich in der Saisonanalyse nicht wirklich ärgern, aber schon durchspielen, was möglich gewesen wäre, hätte die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic etwas früher in ihren Lauf gefunden. Mit 40 Punkten aus 18 Spielen legte die Alemannia eine furiose Rückrunde hin, konnte den vorherigen Rückstand nach ganz oben aber nicht mehr wettmachen.
Gleichwohl herrscht rund um den Tivoli Euphorie, wie auch die bemerkenswerte Anzahl von 3.600 Auswärtsfahrern zeigt, die bei Viktoria Köln einen 3:0-Auswärtssieg bejubeln durften. Die kurze Entfernung spielte dabei natürlich auch eine Rolle, aber ist unabhängig davon in Aachen eine vielversprechende Entwicklung auf und neben dem Platz unverkennbar.







18+ | Glücksspiel kann abhängig machen | Spiele verantwortungsvoll | AGB gelten | Wir erhalten eine Provision von den hier aufgeführten Buchmachern | Erlaubt gemäß offizieller Whitelist| Hilfe unter www.buwei.de