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Mit dem 3:1-Heimsieg eine Woche zuvor gegen die SV Elversberg hat sich Fortuna Düsseldorf vor dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga im Kampf um den Klassenerhalt eigentlich in eine gute Position gebracht. Schon mit einer Niederlage mit maximal zwei Toren Differenz bei der SpVgg Greuther Fürth hätten die Rheinländer ungeachtet aller anderen Ergebnisse zumindest die Relegation gesichert und wären bei einem Unentschieden direkt in der Liga geblieben.
Die Fortuna allerdings verlor mit 0:3 und weil in den Parallelspielen Eintracht Braunschweig beim FC Schalke 04 nur knapp mit 0:1 verlor sowie Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC sogar einen 6:1-Kantersieg landete, rutschte Düsseldorf noch auf Rang 17, der nach 17 Jahren mindestens in der Zweitklassigkeit die Rückkehr in die 3. Liga bedeutet.
Nach Spielschluss war die Stimmung im Düsseldorfer Lager natürlich am Tiefpunkt: „Es ist brutal und eine Fassungslosigkeit dabei. Wir hatten heute alles in der eigenen Hand und haben eine erste Halbzeit gespielt, die absolut nicht akzeptabel war. Jeder muss sich hinterfragen: Haben wir heute alles auf dem Platz gelassen? So wie die erste Halbzeit sich anfühlte, war das nicht so“, übte der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst auch unverhohlen Kritik am Auftreten der Mannschaft, die nicht zum ersten Mal den Eindruck erweckte, zu großen Teilen den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben.
Mit Klaus Allofs und Christian Weber sind die Verantwortlichen für die Zusammenstellung eines nicht funktionsfähigen Kaders bereits seit Dezember Geschichte, doch auch unter dem seit Winter amtierenden Sportvorstand Sven Mislintat ist es nicht gelungen, die Negativentwicklung zu stoppen. Gleichwohl liegt es nun zuvorderst in den Händen von Mislintat, einen Neustart in der 3. Liga anzuleiten, in der aller Voraussicht nach trotz der gescheiterten Rettermission Alexander Ende als Trainer auf der Bank sitzen wird.
Weitaus mehr Fragezeichen als auf der Ebene der sportlichen Leitung gibt es den Kader betreffend. Auch deshalb, weil Allofs und Weber mit drei Ausnahmen darauf verzichtet haben, Spieler mit Verträgen für die 3. Liga auszustatten, sodass nun eigentlich auch noch länger gebundene Akteure ohne Ablöse gehen können. Nur Tim Oberdorf, Sima Suso und Anas Slimani hatten bei Mislintats Amtsantritt Verträge auch für Liga drei. Dieses Trio sowie die Winterzugänge Satoshi Tanaka, Jordi Paulina und Kilian Sauck bilden nun den Grundstock des künftigen Kaders, zusammen mit Elias Egouli, Noah Egouli, Levi Mentzel und Hamza Anhari, die mit Profiverträgen ausgestattet wurden.
Gerade bei Tanaka, dessen Anspruch kaum die 3. Liga ist, bleibt ein Verbleib aber abzuwarten. Torjäger Cedric Itten, einer der wenigen Lichtblicke in einer verkorksten Saison, dürfte kaum zu halten sein. Möglich indes, dass sich Kapitän Florian Kastenmeier seiner Verantwortung stellt und in Düsseldorf bleibt.
Der Schlussmann, dessen Vertrag auch bei Klassenerhalt ausgelaufen wäre, ist zwar bei Werder Bremen im Gespräch, wäre dort aber nur als Reservetorwart vorgesehen und hat nach dem Super-GAU in Fürth die Bereitschaft durchklingen lassen, Teil der Mission Wiederaufbau zu werden.







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