
Ganz beendet ist die Saison für den SV Waldhof Mannheim auch nach dem 38. und letzten Spieltag der 3. Liga noch nicht. Denn am Samstag steht mit dem Verbandspokalfinale gegen Oberligist und Stadtrivale VfR Mannheim noch eine nicht nur prestigeträchtige, sondern auch wirtschaftlich wichtige Begegnung auf dem Programm.
Als Verbandspokalsieger würden die Buwe in der kommenden Saison in der ersten DFB-Pokalrunde starten und hätten damit von Seiten des DFB garantierte Einnahmen von mehr als 200.000 Euro sicher, die durch Zuschauereinnahmen weiter steigen könnten – und natürlich erst recht, sollte der Einzug in die nächste Runde gelingen.
Den Verbandspokal zu gewinnen ist somit das große Ziel und angesichts des Klassenunterschieds letztlich auch Pflicht. Zugleich bietet die Partie wohl die Chance, Luc Holtz positiv zu verabschieden, steht der Trainer doch offenbar vor dem Absprung.
Wie der kicker berichtet, soll der nach dem zweiten Spieltag als Nachfolger des früh entlassenen Dominik Glawogger installierte Holtz im Laufe der Saison ein Angebot des FC Metz erhalten haben. Die Mannheimer Verantwortlichen allerdings verweigerten dem Luxemburger, der zudem laut der Rhein-Neckar-Zeitung zwischenzeitlich auch ein Kandidat bei Racing Straßburg gewesen sein soll, die Freigabe für einen Wechsel in die Ligue 1.
Nun allerdings scheinen sich die Wege doch zu trennen. Dass der Saisonendspurt mit nur sieben Punkten aus den letzten acht Spielen inklusive einer 1:5-Klatsche am letzten Spieltag beim FC Ingolstadt alles andere als gut verlaufen ist, es zudem allen voran mit dem wechselwilligen Felix Lohkemper zu offenen Differenzen gekommen sein soll, hat die Verantwortlichen um Geschäftsführer Gerhard Zuber offenkundig auch zu der Auffassung gebracht, dass eine weitere Zusammenarbeit mit Holtz keine optimale Lösung mehr darstellt.
Während der 56-Jährige so wohl am Samstag zum letzten Mal auf der Bank sitzen wird, scheint der Nachfolger bereits gefunden. Das Zepter übernehmen soll demnach der erst 34 Jahre alte Deutsch-Kosovare Orest Shala, der aktuell noch den portugiesischen Drittligisten CD Mafra trainiert. Shala der bis 2025 Co- und U21-Trainer beim Schweizer Erstligisten FC St. Gallen war, gilt zwar als Trainertalent, wäre aber nach dem gescheiterten Versuch mit dem ebenfalls unerfahrenen Glawogger vor einem Jahr die nächste Trainerwahl mit einem gewissen Risiko.
In Mannheim steht indes nicht nur die Trainerfrage auf der Agenda, sondern längst läuft auch die Kaderplanung auf Hochtouren. Nachdem die Verpflichtung von Außenverteidiger Jid Okeke (Stockport County) frühzeitig unter Dach und Fach gebracht werden konnte, gaben die Buwe in den vergangenen Tagen zwei Neuzugänge für die Offensive bekannt.
Zum einen kommt als gestandene Verstärkung Noah Sarenren Bazee von Zweitligist Arminia Bielefeld in die Quadratestadt und zum anderen will der 18-jährige Kian Ramadani aus der U19 des 1. FC Kaiserslautern in Mannheim seine ersten Schritte im Profifußball machen.







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