
Die Vollzugsmeldung steht noch aus, doch nachdem die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag lange mit Jürgen Klopp zusammengesessen sind, spricht vieles dafür, dass der Wunschnachfolger von Julian Nagelsmann als Bundestrainer schon bald auch offiziell verkündet werden kann – im Übrigen ohne weitere Doppelfunktion als Werbebotschafter für Red Bull, die entgegen anderslautender Spekulationen ausgeschlossen ist.
Zu den Trainern, die bei bzw. unmittelbar nach der WM ihren Job verloren haben, gehört seit dem Wochenende unterdessen auch Pape Thiaw. Der senegalesische Verband gab die Trennung sowohl vom 45 Jahre alten Thiaw als auch von dessen kompletten Trainerstab bekannt – noch ohne Nennung von Gründen, die aber auf einer Pressekonferenz zu Wochenbeginn näher erläutert werden sollen. Möglich, dass die Aussagen von Mittelfeldspieler Pape Gueye vom FC Villarreal, der nach der 2:3-Niederlage im Sechzehntelfinale gegen Belgien seinen vorläufigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt und maßgeblich mit dem Trainer begründet hatte, eine Rolle bei der Entscheidung gegen Thiaw spielten.
Aus freien Stücken sein Amt niedergelegt hat Roberto Martinez nach der 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Spanien, mit der der portugiesische Traum vom WM-Titel wieder deutlich früher als erhofft geplatzt ist – ausgerechnet gegen Spanien, das Heimatland von Martinez, der indes schon bald bei einer anderen Nationalmannschaft an der Seitenlinie stehen könnte.
Denn Martinez gilt verschiedenen Medienberichten zufolge als heißer Kandidat für den Trainerposten bei der schottischen Auswahl, die ihr Auftaktspiel bei der WM gegen Haiti zwar mit 1:0 gewonnen hatte, dann aber aufgrund der Niederlagen gegen Brasilien und Marokko als einer der schwächeren Gruppendritten schon nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste.
Als klar war, dass es Schottland nicht mehr in die K.o.-Phase schaffen würde, erklärte Coach Steven Clarke direkt seinen Rücktritt, hinterlässt aber dennoch große Fußstapfen. Schließlich war es für die Bravehearts die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Es klingt nach wie vor surreal, doch Italiens letzte WM-Teilnahme fand auch schon 2014 statt. Anschließend hat der vierfache Weltmeister drei Mal hintereinander in den Play-offs die Qualifikation verpasst und steht nun einmal mehr vor einem Neuanfang mit jungen Spielern, vor allem aber auch einem neuen Trainer.
Als heiße Kandidaten gelten mit Robert Mancini und Antonio Conte zwei ehemalige italienische Nationaltrainer, die von 2018 bis 2023 bzw. 2014 bis 2016 im Amt waren – und nicht unerfolgreich. Mancini hat mit dem Gewinn der EM 2021 seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher, sich aber mit seinem Abgang nach Saudi-Arabien keine Freunde gemacht. Conte kam immerhin ins EM-Viertelfinale 2016, in dem unglücklich im Elfmeterschießen gegen Deutschland Schluss war.
Laut der „Gazzetta dello Sport“ ist der Wunschkandidat des italienischen Verbandes aber ein anderer. Demnach soll nach Möglichkeit Pep Guardiola das Zepter übernehmen, der allerdings nach seinem Abschied von Manchester City eigentlich ein Jahr Pause machen möchte. Eher fraglich daher, dass der 55-Jährige die Squadra Azzurra übernimmt.







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