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Weil auch der 1. FC Saarbrücken gegen Rot-Weiss Essen mit dem gleichen Ergebnis gewann, reicht der 5:2-Sieg bei Viktoria Köln aktuell zwar nicht zur alleinigen Tabellenführung, doch daran, sich den Platz an der Sonne mit den Saarländern teilen zu müssen, dürfte sich beim SSV Jahn Regensburg niemand stören. Vielmehr ist man in der Oberpfalz glücklich über den erfolgreichen Start in die neue Saison, die deutlich besser verlaufen soll als die vergangene.
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga reichte es für den Jahn zuletzt nur für einen enttäuschenden zwölften Tabellenplatz, der unbedingt und nach Möglichkeit auch deutlich nach oben korrigiert werden soll. Dafür kam bereits im Frühjahr mit Sacha Hildmann als Nachfolger des aus freien Stücken gegangenen Michael Wimmer ein Trainer, der bereits mehrere Aufstiege in seiner Vita stehen hat.
Hildmann nutzte den Endspurt der Vorsaison, um sich ein Bild vom vorhandenen Personal zu machen und dürfte dann auch größeren Einfluss auf die Kaderplanung genommen haben, anhand derer sich durchaus Ambitionen ablesen lassen konnten. Zwar konnten mit Noel Eichinger (Karlsruher SC) und Eric Hottmann (Fortuna Düsseldorf) die beiden besten Offensivkräfte ebenso wenig gehalten werden wie Schlussmann Felix Gebhardt (FC Lugano), doch dafür kamen im Gegenzug auch vielversprechende Neuzugänge, die ihre Qualitäten wie Nassim Boujellab (TSV Havelse), David Philipp (TSV 1860 München), Erik Majetschak (FC Erzgebirge Aue), Patrick Hobsch (TSV 1860 München) und Marco Wörner (SC Freiburg, ausgeliehen) bereits in der 3. Liga bewiesen haben. Zudem sicherte sich der Jahn mit Hannes Hermann (Hamburger SV II) und Max Schmitt (FC Bayern München II) zwei Torwarttalente, von denen Ersterer die Nase vorne hat.
Bis auf Schmitt und den noch angeschlagenen Wörner standen am Samstag in Köln denn auch alle Neuzugänge direkt in der Startformation und lieferten mit beim Jahn verbliebenen Akteuren wie den Doppeltorschützen Adrian Fein und Lucas Hermes eine Leistung ab, die Lust auf mehr macht. Zwar hatte der Jahn auch das nötige Quäntchen Glück zu den richtigen Zeitpunkten, als etwa Niklas Castelle die Großchance zur Kölner Führung ausließ und später in möglicher Strafstoßpfiff für die Gastgeber ausblieb, doch unter dem Strich zeigte der Jahn eine Auftaktvorstellung, die für den weiteren Saisonverlauf einiges erwarten lässt.
„Wir haben Viktoria immer wieder zu Fehlern gezwungen und diese dann gut ausgenutzt. Wir sind sehr glücklich, das Spiel heute so gewonnen zu haben“, freute sich Hildmann über den Auftakterfolg, ließ aber auch weniger gelungene Phasen nicht unerwähnt: „In den ersten 20 Minuten war es kein schönes Spiel mit vielen Fehlern, beide Teams wirkten etwas nervös. In einigen Situationen müssen wir besser agieren und eine höhere Passgenauigkeit an den Tag legen. Wir hatten Glück, dass Köln diese eine Situation nicht ausnutzt.“
Da am Sonntag nun just der 1. FC Saarbrücken zum Duell der beiden Spitzenreiter ins Jahnstadion kommt, dürfte gleich das erste Heimspiel ein richtiger Gradmesser werden – mit dem Zeug dazu, die aufkommende Euphorie weiter zu befeuern.






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