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Den Start in die Saison hat sich Fortuna Düsseldorf natürlich ganz anders vorgestellt als mit einer 1:2-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim, bei der einiges nicht wie erhofft verlief und viele Schwachstellen des Bundesliga-Absteigers aufgedeckt wurden.
Dass Schlussmann Lasse Rieß, der im ersten Durchgang auch mit der tiefstehenden Sonne zu kämpfen hatte, einen schlechten Tag erwischte, kann passieren. Ebenso, dass weitere Akteure deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben. Allerdings stimmt es sorgenvoll, wenn zu einem frühen Zeitpunkt der Saison läuferische Defizite vorhanden sind und es gleichzeitig (zu) vielen Spielern an Tempo fehlt. Und wenn eigentlich als Leistungsträger und Eckpfeiler geholte Profis wie Dominique Heintz und Eric Hottmann bereits zur Pause ausgewechselt werden, ist es zumindest kein gutes Zeichen – auch wenn im Falle des gelbvorbelasteten Heintz in erster Linie die Gefahr eines Platzverweises gebannt werden sollte.
Am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) erwartet die Fortuna nun die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim, die zum Auftakt gegen Hansa Rostock zwar mit 2:3 verloren, einem der Top-Teams der Liga aber mächtig Paroli geboten hat. Und auch in Düsseldorf wird sich die junge, mit viel Tempo und Spielwitz ausgestattete Zweitvertretung des Bundesligisten kaum verstecken.
Düsseldorfs Trainer Alexander Ende, der sich in Mannheim nicht nur mit seinen Auswechslungen, sondern auch schon mit seiner Startelf und der dabei getroffenen Entscheidung für den spät verpflichteten und sichtlich noch nicht richtig fitten Philipp Förster sowie gegen in der Vorbereitung auffällige Talente wie Elias Arden und Anas Slimani angreifbar gemacht hat, benötigt nun ein glücklicheres Händchen. Andernfalls dürfte der ohnehin überschaubare Kredit Endes, der bereits den Abstieg nicht mehr verhindern konnte, rasch aufgebraucht sein.
Während Arden und Slimani auf eine Chance in der ersten Elf hoffen dürfen, hat Ende auch noch einmal externe Verstärkung erhalten. Vom Karlsruher SC verpflichtete die Fortuna zu Wochenbeginn zunächst auf Leihbasis mit Andreas Müller einen zentralen Mittelfeldmann, auf dem einige Hoffnungen ruhen: „Er ist ein spielstarker Sechser, der neben seiner Qualität am Ball auch defensiv die nötige Aggressivität und Zweikampfstärke mitbringt. Damit entspricht er genau dem Profil, das wir für diese Position gesucht haben. Wir sind überzeugt, dass er unserem Spiel zusätzliche Stabilität und Struktur verleihen wird“, glaubt Sportvorstand Samir Arabi daran, mit dem 26-Jährigen einen guten Griff getan zu haben.
Verlassen hat die Fortuna derweil Mechak Quiala-Tito. Das Sturmtalent wurde bis zum Ende der Saison an Rot-Weiß Erfurt verliehen und soll dort Spielpraxis in der Regionalliga Nordost sammeln.
Weitere Abgänge sind in den knapp drei Wochen bis zum Ende der Sommertransferperiode denkbar. So hat der im Winter von Borussia Mönchengladbach II gekommene Kilian Sauck, der in Mannheim 90 Minuten auf der Bank blieb, nach Informationen der Bild seinen Berater gewechselt, um einen Wechsel zu forcieren. Die Fortuna würde dem 19-Jährigen, der einen gut dotierten Vertrag besitzt, wohl keine nennenswerten Steine in den Weg legen.






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