
Auch wenn die Partie mit einem frühen Rückstand ungünstig begonnen hat, ist Alemannia Aachen der Start in die Saison mit einem am Ende deutlichen 4:1-Sieg gegen den SC Verl gelungen. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic nährte auch ohne den zu Hannover 96 zurückgekehrten Top-Scorer Lars Gindorf die Hoffnung ihrer Fans darauf, dass die so starken Leistungen der vergangenen Rückrunde bestätigt werden können.
Dass die Euphorie rund um die Alemannia im Moment enorm ist, lässt sich auch daran erkennen, dass annähernd 3.000 Fans mit zum Auswärtsspiel am Samstag zu Fortuna Köln reisen und im Südstadion mutmaßlich für Heimspielatmosphäre sorgen werden.
Dennoch und obwohl der Aufsteiger zum Auftakt bei der SG Sonnenhof Großaspach nach schwachem Auftritt verdient mit 0:1 verloren hat, warnte Selimbegovic auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Gegner aus der Domstadt: „Das, was sie jetzt spielen, darin sind sie sehr gut. Sie sind sehr effektiv und werden keine leichte Beute in der Liga – für niemanden und auch nicht für uns. Es wird ein Spiel, in dem wir wahrscheinlich mehr Ballbesitz haben als im letzten. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen und bei Umschaltsituationen die zweiten Bälle sichern.“
Verzichten muss die Alemannia in Köln auf Matti Wagner und Fabio Torsiello, die gegen Verl angeschlagen vom Feld mussten. Beide erlitten zwar keine gravierenden Verletzungen, stehen an diesem Wochenende aber noch nicht wieder zur Verfügung. Anders als Mehdi Loune, der gegen Verl ebenfalls vorzeitig ausgewechselt werden musste, aber einsatzbereit sein soll.
Erstmals zum Aachener Kader gehören dürfte unterdessen Kacper Koscierski, der am Mittwoch als bis dato letzter Neuzugang präsentiert wurde. Der 19 Jahre alte Rechtsverteidiger wurde für ein Jahr vom VfL Bochum ausgeliehen, verbunden mit einigen Erwartungen, wie Trainer Selimbegovic durchklingen ließ: „Er ist ein sehr talentierter deutscher U-Nationalspieler. Es ist nicht oft möglich, so ein Talent zu holen, der sowohl defensiv als auch offensiv auf der Seite so viel mitbringt. Er kann sehr viel laufen, was für unser Spiel wichtig ist, und kann auch gut mit dem Ball umgehen.“
Fraglos über jede Menge Potential verfügt auch Mika Schroers, der zum Auftakt zwar auch das Gegentor mit einem Fehler begünstigte, danach aber selbst traf und auch einen Assist verzeichnen konnte. Der 24-Jährige knüpfte damit an seine Vorsaison mit herausragenden 21 Toren und elf Vorlagen an, die indes auch andernorts registriert wurden.
Der 1. FC Nürnberg bemüht sich schon länger um den Angreifer und soll ein von der Alemannia abgelehntes Angebot nun nachgebessert haben. Inklusive Bonuszahlungen sollen die Franken mehr als eine Million Euro Ablöse offerieren, wobei aber dennoch fraglich ist, ob die Grenze zum unmoralischen Angebot, das laut Aachens Geschäftsführer Rachid Azzouzi für die Freigabe erforderlich wäre, damit geknackt wurde. Wahrscheinlicher ist, dass der Poker noch etwas weitergeht, möglicherweise bis kurz vor Transferschluss am 1. September.






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