
Der MSV Duisburg ist mit seinem 4:2-Sieg beim SC Verl und der deshalb um einen Treffer besseren Tordifferenz zwar vorbeigezogen, aber dennoch hat der 1. FC Saarbrücken ebenfalls einen perfekten Saisonstart hingelegt. Dem schon bemerkenswerten 5:2-Erfolg am ersten Spieltag zu Hause gegen Rot-Weiss Essen ließen die Saarländer am Sonntag beim SSV Jahn Regensburg einen 1:0-Auswärtssieg folgen, nach dem es lange allerdings nicht aussah.
Als sich die 9.721 Zuschauer im Regensburger Jahnstadion schon damit abgefunden hatten, an diesem Tag keine Tore zu Gesicht zu bekommen, schlug der FCS doch noch zu. Der nach einer knappen Stunde eingewechselte Kai Brünker war per Kopfball in der fünften Minute der Nachspielzeit nach einer Flanke von Calogero Rizzuto zur Stelle, den Trainer Argirios Giannikis erst unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit aufs Feld geschickt hatte.
Darin, dass die Co-Produktion zweier eingewechselter Spieler für den zweiten Sieg im zweiten Spiel sorgte, sah Coach Giannikis anschließend auf der Vereinshomepage die Bestätigung dafür, auch in der Breite sehr gut besetzt zu sein und als Kollektiv zu funktionieren: „Kai ist ein ganz wichtiger Spieler, Carlo ebenso, der die Flanke geliefert hat. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir eine Mannschaft mit Qualität haben. Jeder ist wichtig, egal ob er von Anfang an spielt oder nicht.“
Brünker, der schon in der Vorwoche gegen Essen als Joker getroffen und zudem einen Assist verbucht hatte, bestätigte seinen Trainer und gab sich komplett als Teamplayer: „Von der Bank oder von Anfang an, ich schmeiße mich immer rein fürs Team“, so der 32 Jahre alte Angreifer, der trotz seiner anfänglichen Reservistenrolle mit dem Status quo nicht unzufrieden ist und vielmehr eine positive Entwicklung lobt: „Durch die Kaderzusammenstellung haben wir in der Offensive viele Facetten durch die unterschiedlichen Profile. Insgesamt haben wir schnell zusammengefunden, die Stimmung ist gut. Macht Spaß!“
Trainer Giannikis sah unterdessen „für die frühe Saisonphase ein taktisch sehr anspruchsvolles Spiel, das in Wellen verlaufen ist.“ Dabei machte der 46 Jahre alte Fußball-Lehrer auch keinen Hehl daraus, das nötige Spielglück gehabt zu haben, lobte aber auch das Engagement seiner Schützlinge gegen einen guten Gegner: „Regensburg gehörten die ersten und letzten zehn Minuten, dazwischen haben wir es gut gemacht. Wir hatten einige Kontersituationen, die wir besser nutzen können, mussten natürlich auch ein, zwei Momente überstehen. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das war heute nicht einfach und für den zweiten Spieltag ein hochklassiges Spiel.“
Den guten Start gilt es nun natürlich zu bestätigen. Am besten schon am nächsten Samstag, wenn Hertha BSC zu ersten Runde im DFB-Pokal im Ludwigspark gastiert. Dann würde der FCS liebend gerne wie desöfteren in der Vergangenheit wieder zum Pokal-Schreck werden.
Eine Woche später wartet dann gegen Hansa Rostock das nächste anspruchsvolle Heimspiel. Nach diesen beiden Partien dürfte sich eine klarere Tendenz ergeben, wohin der Weg führt – und ob die Giannikis-Elf nach der enttäuschenden Vorsaison und dem größeren Umbruch im Sommer vielleicht sogar um den Aufstieg mitspielen kann.






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