
Noch ist es früh in der Saison, doch erste Tendenzen lassen sich in der 3. Liga nach den ersten drei Spieltagen durchaus schon erkennen. Etwa, dass beim MSV Duisburg nach dem knapp verpassten Durchmarsch kein Einbruch in Sicht ist. Die Zebras besiegten nun die Würzburger Kickers mit 3:0 und haben als einzige Mannschaften die ersten drei Saisonspiele allesamt gewonnen. Dahinter folgt mit sieben Zählern Hansa Rostock ein weiteres Team, das von Anfang an zum Kreis der heißesten Aufstiegskandidaten gezählt wurde und diese Einschätzung nun mit einem 4:2-Sieg beim zuvor auch zwei Mal siegreichen 1. FC Saarbrücken untermauern konnte.
Ansonsten ist nur der FC Ingolstadt, der nach zwei Unentschieden bei der SG Sonnenhof Großaspach (2:0) einen ersten Sieg landen konnte, noch ungeschlagen. Sieglos sind auf der anderen Seite noch der SV Wehen Wiesbaden, der gegen Rot-Weiss Essen (0:0) aber immerhin erstmals punkten konnte, und der SC Verl, der gegen Fortuna Köln (1:2) seine dritte Niederlage kassierte.
Angekommen in der 3. Liga scheint Fortuna Düsseldorf. Der Zweitliga-Absteiger besiegte den VfB Stuttgart II mit 1:0 und hat damit seine ersten Punkte auf dem Konto. Mitabsteiger Preußen Münster hingegen verlor bei Viktoria Köln (1:4) klar. Auch Alemannia Aachen musste gegen den SV Meppen (0:3) nach langer Zeit wieder einmal eine Niederlage verkraften, während Jahn Regensburg bei der TSG Hoffenheim II (1:5) sogar unter die Räder kam.
Hansa Rostock ist daran gewöhnt, alle zwei Wochen weit reisen zu müssen. Am vergangenen Wochenende indes stand für die Kogge die weiteste Auswärtsreise auf dem Programm, ging es doch zum 1. FC Saarbrücken. Stolze 830 Kilometer einfach sind es zwischen der Ostseeküste und dem Saarland – die rund 2.000 Fans aber dennoch nicht davon abhielt, live vor Ort mitzufiebern. Und die Reise sollte sich dank des 4:2-Erfolges des FC Hansa lohnen.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
SV Wehen Wiesbaden – Rot-Weiss Essen 4.329 Zuschauer / 2.000 Gästefans / 227 Reisekilometer
1. FC Saarbrücken – Hansa Rostock 14.600 Zuschauer / 2.000 Gästefans / 830 Reisekilometer
Alemannia Aachen – SV Meppen 22.751 Zuschauer / 1.000 Gästefans / 281 Reisekilometer
SG Sonnenhof Großaspach – FC Ingolstadt 1.064 Zuschauer / 180 Gästefans / 216 Reisekilometer
TSG Hoffenheim II – SSV Jahn Regensburg 824 Zuschauer / 350 Gästefans / 285 Reisekilometer
Viktoria Köln – Preußen Münster 5.264 Zuschauer / 2.200 Gästefans / 146 Reisekilometer
Fortuna Düsseldorf – VfB Stuttgart II 25.805 Zuschauer / 82 Gästefans / 401 Reisekilometer
SC Verl – Fortuna Köln 1.941 Zuschauer / 175 Gästefans / 184 Reisekilometer
TSV Havelse – Waldhof Mannheim 1.018 Zuschauer / 600 Gästefans / 406 Reisekilometer
MSV Duisburg – Würzburger Kickers 19.783 Zuschauer / 200 Gästefans / 350 Reisekilometer
Gleich in vier Stadien wurden an diesem Wochenende weniger als 2.000 Zuschauer vermeldet – insgesamt. Im Gegensatz dazu gab es aber auch drei Vereine, die in der Fremde auf mindestens diese Anzahl an mitgereisten Fans bauen konnten.
An der Spitze im Auswärtsfahrer-Ranking stand an diesem Wochenende Preußen Münster. Der Zweitliga-Absteiger hatte den Vorteil, einer relativ kurzen Anreise von nur 146 Kilometern und war so mit 2.200 Anhängern bei Viktoria Köln vor Ort – deren Unterstützung die herbe 1:4-Niederlage aber auch nicht verhindern konnte.
Einen geteilten zweiten Platz belegten mit je 2.000 Fans Rot-Weiss Essen und – wie schon erwähnt – Hansa Rostock. Ähnlich wie bei Münster hielten sich aber auch die Essener Reisestrapazen ins 227 Kilometer entfernte Wiesbaden in Grenzen.







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