
Nachdem vier Punkte aus den ersten beiden Spielen gegen den SC Verl (4:1) und bei Fortuna Köln (1:1) ein guter Start waren, der die Hoffnung auf eine Fortsetzung der herausragenden Rückrunde nährte, brachte das vergangene Wochenende für Alemannia Aachen den ersten herben Rückschlag in Form einer 0:3-Heimniederlage gegen den SV Meppen.
Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung der Alemannia waren eine herbe Enttäuschung, für die Trainer Mersad Selimbegovic auch keine schlüssige Erklärung parat hatte: „Es war heute nicht so schwer gegen uns zu spielen. Es war lange nichts von uns zu sehen. Wir waren in allen Belangen nicht da – sowohl vom Kopf als auch in den Zweikämpfen. Die Sachen, die uns stark gemacht haben, haben wir nicht auf den Platz bekommen. Das sind bei uns Intensität und Emotionen und dann kommt erst das Fußballspielen“, haderte Aachens Chefcoach auf der Vereinshomepage mit fehlenden Basics, die schon am Freitag wieder nötig sein werden, soll dann beim FC Ingolstadt die Rückkehr in die Erfolgsspur gelingen.
Schon in Ingolstadt kann Selimbegovic indes wohl auf eine altbekannte Verstärkung zurückgreifen, denn wie sich seit dem Wochenende abzeichnet, steht Jonas Oehmichen vor einer Rückkehr an den Tivoli. Der zentrale Mittelfeldspieler, der in der Rückrunde der abgelaufenen Saison als Leihspieler von Dynamo Dresden zu den Erfolgsfaktoren gehörte, wechselt nach dem gescheiterten Versuch, sich bei seinem Stammverein durchzusetzen, nun offenbar fest nach Aachen.
Nach Informationen der Bild überweist die Alemannia eine stattliche Ablöse im Bereich von 500.000 Euro nach Dresden, während Oehmichen einen Vertrag über drei Jahre unterschreiben soll. Durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen, etwa im Falle des Aufstieges in die 2. Bundesliga, kann sich die Ablöse noch weiter erhöhen. Eine Weiterverkaufsbeteiligung und eine Rückkaufoption soll Dresden hingegen nicht besitzen.
Der 22-Jährige, der für Dresden auf nur zwei Kurzeinsätze in der Liga und im DFB-Pokal kam, soll möglichst an seine Quote der Rückrunde anknüpfen. In 15 Partien für die Alemannia verbuchte der frühere U19-Nationalspieler zwei Tore und sechs Vorlagen.
Die vergleichsweise hohe Ablöse für Oehmichen kann die Alemannia auch deshalb stemmen, weil im Gegenzug ein schmerzhafter Abgang nicht zu vermeiden ist. Faton Ademi, der schon seit geraumer Zeit als Wechselkandidat gehandelt wird und zuletzt vor allem mit der SpVgg Greuther Fürth in Verbindung gebracht worden ist, nimmt offenbar gleich zwei Stufen auf der Karriereleiter auf einmal und wechselt in die Bundesliga zur SV Elversberg.
Der gebürtige Aachener, der vergangene Saison den Durchbruch und auch den Sprung in die U21-Nationalmannschaft des Kosovo geschafft hat, dürfte eine Ablöse im Millionenbereich einbringen. Den 20-Jährigen jetzt zu verkaufen, ist für die Alemannia weitgehend alternativlos, da Ademi nur noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison besitzt und sich der Verein einen ablösefreien Verlust des Mittelfeldjuwels weder erlauben kann noch will.






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