
Mit der 0:1-Niederlage im Aufsteigerduell bei der SG Sonnenhof Großaspach hat sich Fortuna Köln nicht ganz wie erhofft in der 3. Liga zurückgemeldet, seitdem aber nicht mehr verloren. Im ersten Heimspiel gegen Alemannia Aachen verbuchten die Südstädter immerhin ein 1:1, wobei aufgrund einer langen Überzahl durchaus auch mehr drin gewesen wäre, ehe am letzten Wochenende beim SC Verl (2:1) der erste Dreier eingefahren werden konnte – nachdem zuvor unter der Woche beim SV Eintracht Hohkeppel (3:1) bereits im Landespokal ein Sieg gelungen ist.
Unter dem Strich steht die Fortuna mit vier Punkten aus den ersten drei Partien ordentlich da und hat einen gewissen Grundstein für den Klassenerhalt gelegt, der das oberste Ziel für die Mannschaft von Trainer Matthias Mink darstellt. Dass der Weg dorthin noch weit ist und durchaus steinig werden kann, weiß man in Köln natürlich und hat wohl auch deshalb die letzten Tage vor Transferschluss dazu genutzt, um dem Kader nochmals gleichermaßen Erfahrung wie Qualität hinzuzufügen.
Am Sonntag gab die Fortuna zunächst die Verpflichtung von Cedric Harenbrock bekannt, der bis Ende Juni noch bei Hansa Rostock unter Vertrag gestanden hatte. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler, der aus der Jugend von Bayer Leverkusen stammt, lief für Rostock und zuvor für Rot-Weiss Essen 95 Mal in der 3. Liga auf und verzeichnete dabei 16 Tore sowie 14 Vorlagen.
„Wir sind unglaublich stolz, dass wir Cedric von unserem Weg überzeugen konnten. Wir wollen ihn jetzt schnell integrieren, damit er uns mit seiner Erfahrung und seiner sportlichen Qualität schon kurzfristig helfen kann“, freute sich Trainer Mink über die Unterschrift Harenbrocks, der sich zunächst für ein Jahr an den Verein gebunden hat und vor allem mit seinen spielerischen Qualitäten das Zeug dazu hat, das Fortuna-Mittelfeld auf ein höheres Niveau zu bringen.
Am Deadline Day sicherte sich die Fortuna schließlich auch noch die Dienste von Jannik Mause, der zuvor seinen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern aufgelöst hat und wie Harenbrock keine Ablöse kostet. Noch vor zwei Jahren hatte der FCK 600.000 Euro Ablöse an den FC Ingolstadt überwiesen, nachdem sich Mause mit 18 Treffern zum Torschützenkönig der 3. Liga gekrönt hatte. In Kaiserslautern allerdings konnte der 1,88 Meter große Mittelstürmer die Erwartungen nie erfüllen und wurde zwei Mal im Winter verliehen – allerdings lief es für den heute 28-Jährigen auch bei der SpVgg Greuther Fürth und bei Rot-Weiss Essen nicht wie erhofft.
Nun unternimmt Mause in Köln einen Neustart – und damit in jener Stadt, in der der frühere Junioren-Nationalspieler zwischen 2014 und 2016 schon im Nachwuchs des 1. FC Köln spielte. Trainer Mink ist dabei guter Dinge, dass Mause seine alte Form in der Domstadt wiederfindet: „Jannik ist ein sehr kompletter Stürmer der Bälle fest machen kann, aber auch Tiefgang hat. Er wird unsere Offensive noch stärker machen.“
Mause nimmt den Kaderplatz von Dejan Galjen ein, der sich in Richtung Eintracht Trier verabschiedet hat. Wie schnell der Stürmer eine vollwertige Alternative wird, bleibt indes wie auch bei Harenbrock abzuwarten.






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