
Dem direkten Wiederaufstieg hat Preußen Münster nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga vor dem Start der neuen Saison bewusst nicht als Ziel ausgegeben. Zum einen, weil die Konkurrenz allen voran mit Fortuna Düsseldorf, Hansa Rostock und Rot-Weiss Essen nicht nur stark besetzt ist, sondern auch über mehr wirtschaftliche Möglichkeiten verfügt. Und zum anderen, weil sich ein Umbruch im eigenen Aufgebot samt deutlicher Verjüngung nicht hat vermeiden lassen und dadurch eine gewisse Entwicklungsphase eingeplant werden muss.
Mit einem 3:1-Sieg beim ambitionierten SV Wehen Wiesbaden hat Münster aber gut in die neue Spielzeit gefunden und früh Euphorie in der Studentenstadt ausgelöst. Konserviert oder noch weiter entfacht werden konnte diese allerdings nicht. Schon das 1:1 im ersten Heimspiel gegen den FC Ingolstadt war eher eine Enttäuschung und danach wurde ebenfalls zu Hause in der ersten Runde des DFB-Pokals knapp mit 1:2 gegen den Karlsruher SC verloren – womit auch die Chance auf zusätzliche Einnahmen in weiteren Runden aus der Hand geben wurde.
Auf die noch kleineren Rückschläge im eigenen Stadion folgte dann am vergangenen Wochenende der erste große Dämpfer in Form einer deutlichen 1:4-Niederlage bei Viktoria Köln, als bei der Mannschaft von Trainer Thomas Wörle zu vieles nicht stimmte und einige Probleme offen zutage traten.
Unverkennbar ist, dass bei den Adlerträgern bislang noch lange nicht alle Rädchen reibungslos ineinandergreifen. Auch, weil sich potentielle Leistungsträger wie Luca Bolay und Marvin Schulz Verletzungen zugezogen haben und andere Akteure wie Joshua Mees oder Oscar Vilhelmsson, die in der Offensive den Unterschied ausmachen könnten, nicht richtig auf die Beine kommen. Letzteres gilt auch für Simon Scherder und Malik Batmaz, die (fast) die gesamte letzte Saison in Folge von Kreuzbandrissen verpasst haben und wohl auch noch eine Weile brauchen werden, um ihr altes Top-Niveau wiederzuerlangen.
Hinzu kommt, dass elf Neuzugänge integriert werden mussten bzw. noch immer müssen, da einige Verpflichtungen erst relativ spät getätigt werden konnten. Und noch ist die Kaderplanung auch nicht zwingend abgeschlossen, obwohl die Sommertransferperiode seit Dienstagabend offiziell beendet ist. Vereinslose Profis dürfen aber nach wie vor unter Vertrag genommen werden und genau eine solche Möglichkeit ziehen die Münsteraner Verantwortlichen um Geschäftsführer Ole Kittner offenbar in Betracht.
Denn wie das Portal dieblaue24 berichtet, denkt Münster bei der Suche nach einer gestandenen Verstärkung für das Mittelfeld an Philipp Maier, dessen Vertrag beim TSV 1860 München ausgelaufen ist und der in den vergangenen Wochen noch keinen neuen Klub gefunden hat.
Der 32-Jährige verfügt über die Erfahrung aus 16 Spielen in der 2. Bundesliga und kann auf 67 Partien in Liga drei zurückblicken. Vor allem aber verbindet Maier wie auch die zuvor schon nachverpflichteten Romario Rösch und Felix Higl eine gemeinsame, sehr erfolgreiche Vergangenheit mit Trainer Wörle beim SSV Ulm. Gut möglich, dass der Preußen-Coach zeitnah einen weiteren seiner ehemaligen Schützlinge in Münster begrüßen darf.






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