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Auch wenn das 3:3 im eigenen Stadion gegen den SV Waldhof Mannheim am zweiten Spieltag nicht ganz das erhoffte Ergebnis war, konnte Hansa Rostock dank der Auswärtssiege bei der TSG Hoffenheim II (3:2) und beim 1. FC Saarbrücken (4:2) nach drei Spieltagen auf einen gelungenen Start zurückblicken. Seitdem allerdings kam die Kogge zu Hause gegen den SV Wehen Wiesbaden, der aktuell das Tabellenende ziert, nicht über ein 1:1 hinaus und verlor nun am Freitag bei Viktoria Köln in dieser Form völlig unerwartet mit 0:4.
Acht Punkte aus fünf Spielen und Tabellenplatz acht sowie insbesondere schon zwölf Gegentore und damit nach den Würzburger Kickers (13) die schwächste Defensive der Liga passen nicht zu den Ansprüchen in Rostock, wird in der Hansestadt doch im dritten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die Rückkehr in die Zweitklassigkeit angestrebt und ein Stück weit auch erwartet.
Zwei Punkte Rückstand auf die Ränge zwei und drei sind aktuell zwar noch lange nicht dramatisch, doch weil in den vergangenen beiden Jahren letztlich allen voran wegen eines verpatzten Starts am Ende der Aufstieg knapp verpasst wurde, schrillen in Rostock die ersten Alarmsirenen. Schließlich soll es tunlichst vermieden werden, durch eine anfänglich zu schwache Ausbeute wieder in die Situation zu kommen, im weiteren Saisonverlauf praktisch durchweg punkten zu müssen.
Nachdem Daniel Brinkmann, der vor knapp zwei Jahren sein Amt angetreten hat, im Sommer trotz der abermals verpassten Aufstiegs das Vertrauen ausgesprochen bekommen hat, rückt nun früh der Trainer in den Fokus. Wohl auch bei den Verantwortlichen, denn die von Sportchef Amir Shapourzadeh im Anschluss an die Pleite in Köln gegenüber der Ostsee-Zeitung öffentliche geäußerte Kritik richtet sich unverkennbar in Richtung des Trainerteams: „Wir haben saisonübergreifend dieselben Themen: Wir schaffen es nicht, kompakt und gut organisiert zu sein sowie eine gute Restverteidigung zu haben.“
Während Brinkmann einräumen musste, dass vom eigentlichen Matchplan nicht viel zu sehen war, kündigte Shapourzadeh eine Analyse an: „Nach so einer deftigen Packung können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen den Finger in die Wunde legen, das Spiel schnellstmöglich und schonungslos aufarbeiten“, so der 43-Jährige, der betonte, dass es dabei keineswegs nur um einzelne Personen gehe: „Wir sitzen alle in einem Boot.“
Die Aufarbeitung dürfte am Wochenende erfolgt sein, denn schon am Mittwoch geht es für den FC Hansa im Rahmen der ersten englischen Woche der Saison mit einem Heimspiel gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart weiter. Dann ist ein Sieg alternativlos, soll die ohnehin schon vorhandene Unruhe, die auch durch die Nichtberücksichtigung von Führungsspielern wie Kapitän Franz Pfanne und seinem Stellvertreter Marco Schuster gespeist wird, nicht weiter zunehmen.
Bereits am Sonntag wartet dann das Gastspiel bei Rot-Weiss Essen, einem der mutmaßlich größten Konkurrenten im Aufstiegsrennen, ehe die folgende Länderspielpause die Gelegenheit zu einer Zwischenbilanz bietet – und zu möglichen Veränderungen, sollten die erhofften Ergebnisse bis dahin ausbleiben.






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