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Von Aufstieg war offiziell nicht die Rede, doch eine bessere Rolle zu spielen als in der vergangenen, mit Platz zwölf abgeschlossenen Saison, war schon das klare Saisonziel des SSV Jahn Regensburg im Sommer. Neuzugänge wie Nassim Boujellab, David Philipp, Marco Wörner oder Patrick Hobsch, die ihre Qualitäten in der 3. Liga allesamt schon unter Beweis gestellt hatten, sorgten parallel dazu für eine gewisse Aufbruchstimmung und in Kombination mit dem erfahrenen Trainer Sascha Hildmann dafür, dass der eine oder andere Jahn-Anhänger schon eher den Blick nach oben richtete.
Ein furioser Saisonstart mit einem 5:2-Sieg bei Viktoria Köln bestätigte zunächst die Optimisten rund ums Jahnstadion, die das Potential für die Rückkehr in die 2. Bundesliga sahen. Seitdem allerdings kamen aus sechs Spielen nur noch zwei magere Punkte hinzu, sodass sich die Oberpfälzer während der ersten Länderspielpause auf einem schwer enttäuschenden und zugleich besorgniserregenden 18. Tabellenplatz wiederfinden.
Dabei sah es am vergangenen Samstag zunächst nach einem Befreiungsschlag aus, als der Jahn beim VfB Stuttgart II nach 33 Minuten schon mit 3:0 in Führung lag. Doch die Zweitvertretung der Schwaben gab sich nicht geschlagen und kam noch zum 3:3-Ausgleich, der für Regensburg eine gefühlte Niederlage bedeutete. „Das waren heute zwei verlorene Punkte“, lautete denn auch das Fazit von Coach Hildmann, der auf der Vereinshomepage einerseits haderte, andererseits aber auch nach vorne blickte: „Wir gewinnen aktuell die entscheidende Momente nicht für uns. Das bricht uns in jedem Spiel das Genick, das nervt uns alle. Jetzt müssen wir jetzt weiter an den Themen arbeiten und schauen, dass wir die individuellen Duelle künftig für uns entscheiden.“
Zum Zeitpunkt seiner Aussage wusste Hildmann freilich noch nichts von einem weiteren Nackenschlag, den der Jahn am Dienstag dann offiziell vermelden musste. Denn bei Felix Strauss, der in Stuttgart kurz nach der Pause verletzt vom Feld musste, ergaben die genaueren Untersuchungen zu Wochenbeginn die niederschmetternde Diagnose einer Kreuzband- und Meniskusverletzung im rechten Knie.
Eine Operation ist unumgänglich, womit der Jahn lange Zeit auf seinen Kapitän verzichten muss. Nicht ausgeschlossen sogar, dass die Saison für den 25 Jahre alten Österreicher schon beendet ist. „Fußball ist mein Leben, und von heute auf morgen nicht mehr mit der Mannschaft auf dem Platz stehen zu können, ist alles andere als einfach“, meldete sich ein niedergeschlagener Abwehrspieler via Social Media zu Wort, versicherte aber auch, seiner Rolle als Führungsspieler weiterhin nachkommen zu wollen: „Auch wenn ich momentan nicht auf dem Platz helfen kann, werde ich bei jedem Spiel mitfiebern und die Mannschaft und den gesamten Verein bestmöglich unterstützen.“
Mit Strauss fehlt dem Jahn der Stabilisator einer generell alles andere als sattelfesten Hintermannschaft. 17 Gegentore nach sieben Spieltagen bedeuten den ligaweiten Höchstwert und geben Anlass zur Sorge.
Für die Dreierkette bleiben aktuell mit Malte Karbstein, Leo Mätzler, Leopold Wurm und Ben Kieffer nur noch vier Optionen. Gut möglich, dass die Jahn Verantwortlichen deshalb in den nächsten Tagen den Markt der vereinslosen Abwehrspieler genau sondieren.







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