
Natürlich stellt die 1:2-Niederlage ausgerechnet im Derby bei Fortuna Düsseldorf einen Kratzer dar, doch weil die übrigen sechs Partien allesamt gewonnen wurden, grüßt der MSV Duisburg während der ersten Länderspielpause der Saison vom Platz an der Sonne in der 3. Liga. Der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga lebt dadurch naturgemäß, aber gleichzeitig dient auch ein Blick in die Vergangenheit als Warnung.
Denn vergangene Saison hatte der MSV mit sieben Siegen und einem Unentschieden einen sogar noch besseren Start hingelegt und erstmals am elften Spieltag verloren, letztlich aber als Vierter denkbar knapp den Aufstieg bzw. die Relegation verpasst.
Den Duisburger Verantwortlichen ist deshalb daran gelegen, den Rhythmus während der fast dreiwöchigen Ligaunterbrechnung nicht zu verlieren. Nachdem am vergangenen Mittwoch im Landespokal das Gastspiel beim Rheydter SV (12:1) keine wirkliche Herausforderung war und auch die Aufgabe in der nächsten Runde am 7. Oktober bei BW Dingden Zebras normalerweise nicht über Gebühr fordern dürfte, wurde zusätzlich noch ein Testspiel gegen einen namentlich bisher nicht bekannten Gegner vereinbart.
Fehlen wird dann und voraussichtlich bis Weihnachten Jan-Simon Symalla, bei dem das Verletzungspech offenbar wieder heftiger zugeschlagen hat. Der 21-Jährige, der schon vergangene Saison mit einer Verletzung am Sprunggelenk lange außer Gefecht gesetzt war, zog sich bereits am 12. September beim Spiel in Düsseldorf eine Leistenverletzung zu, die wohl schwerwiegenderer Natur ist. Laut einem Bericht des Reviersport befürchten man beim MSV, dass für Symalla die Hinrunde bereits gelaufen sein könnte und mit einem Comeback erst im neuen Jahr zu rechnen ist.
Mit Joshua Bitter und Niklas Jessen befinden sich derzeit zwei weitere Akteure im Lazarett, sollen aber jeweils auf absehbare Zeit wieder zur Verfügung stehen. An einen Ersatz für dieses Duo und auch für Symalla denken die Duisburger Verantwortlichen um Geschäftsführer Michael Preetz und Trainer Dietmar Hirsch nach aktuellem Stand wohl nicht, dafür aber offenbar an eine Verbreiterung der Personaldecke in der Defensive, die durch den kurz vor Transferschluss erfolgten Abgang des bisherigen Kapitäns Alexander Hahn zum 1. FC Bocholt deutlich dünner geworden ist.
Mit Tobias Fleckstein, Ben Schlicke und Martin Ens verfügt Coach Hirsch nur noch über drei gelernte Innenverteidiger, wobei der 54 Jahre alte Fußball-Lehrer bereits erklärt hat, mit dieser Auswahl durchaus zurecht zu kommen. Allerdings dürfte nicht viel passieren, damit der in diesem Mannschaftsteil auf Kante genähte Kader zum Risiko wird. Und genau diesem Risiko wird der MSV nun womöglich mit einer Nachverpflichtung begegnen.
Denn nach Informationen des kicker wird sich Jonas David in den nächsten Wochen zum einen in Duisburg fit halten und erhält zum anderen damit die Gelegenheit, sich für einen Vertrag bei den Zebras zu empfehlen. Der 26-Jährige, der auf immerhin 68 Einsätze in der 2. Bundesliga fürden Hamburger SV zurückblicken kann, ist vergangene Saison mit dem SSV Ulm aus der 3. Liga abgestiegen und seitdem ohne Vertrag, könnte somit auch außerhalb der Transferperioden noch verpflichtet werden.
Davids Anteil am Ulmer Abstieg hielt sich indes in Grenzen, konnte der Deutsch-Nigerianer doch aufgrund eines Kreuzbandrisses nur neun Partien bestreiten. In Duisburg kann und will sich der Abwehrspieler nun neu beweisen.






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