
Der SV Meppen hat sich als Meister der Regionalliga Nord in der 3. Liga zurückgemeldet und direkt deutlich gemacht, bleiben zu wollen. Eine 0:3-Niederlage beim MSV Duisburg war zwar nicht der erhoffte Start, doch anschließend fuhren die Emsländer gegen die SG Sonnenhof Großaspach (2:0) und überraschend auch bei Alemannia Aachen (3:0) gleich zwei Siege in Folge ein, die die Hoffnung auf den Klassenerhalt und vielleicht sogar eine sorgenfreie Saison befeuerten.
Gegen den 1. FC Saarbrücken (1:6) folgte allerdings eine kalte Dusche, der sich beim SC Verl (1:2), gegen Viktoria Köln (1:3) und bei der TSG Hoffenheim II (0:1) drei weitere Niederlagen anschlossen, sodass die Mannschaft von Trainer Lucas Beniermann die Länderspielpause auf Rang 17 verbringen musste, der am Ende den Abstieg bedeuten würde.
Gegen den VfB Stuttgart II, der mit nur einem Zähler mehr auf Platz 15 rangiert und zum Kreis der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gehört, will und muss Meppen nun am Samstag möglichst punkten, zumal danach am Dienstag ein schwieriges Auswärtsspiel bei Hansa Rostock auf dem Programm steht.
Die Hoffnung, schon gegen die Stuttgarter Zweitvertretung wieder auf Erik Zenga bauen zu können, wird sich indes nicht erfüllen. Der 33-Jährige, der auf dem Weg zum Aufstieg ein Schlüsselspieler war, hat sich am 22. August im Viertelfinale des Niedersachsenpokals gegen den HSC Hannover (1:0) eine Sehnenverletzung zugezogen, die auch knapp zwei Monate später noch keinen Einsatz zulässt. Wann Zenga wieder zur Verfügung stehen wird, ist offen. Der SVM teilte lediglich mit, dass sich das Comeback des zentralen Mittelfeldmannes verzögert.
Besser sieht es aus bei Jonas Fedl, der nach langwierigen muskulären Problemen seit vergangener Woche wieder mit der Mannschaft trainiert. Der 27 Jahre alte Abwehrspieler stand wie Zenga in dieser Saison nur am ersten Spieltag in Duisburg auf dem Feld und war seitdem im Krankenstand. Nun aber könnte der Kapitän schon gegen Stuttgart II wieder an Bord sein, wenn auch möglicherweise zunächst nur auf der Bank.
Denkbar ist unterdessen, dass sich die personellen Möglichkeiten von Trainer Beniermann zeitnah erweitern. Denn mit Moritz Heyer und Tony Rölke trainieren erst einmal bis zum Ende dieser Woche zwei vereinslose Akteure mit, die auch außerhalb der Transferperioden noch unter Vertrag genommen werden könnten.
Der 31 Jahre alte Heyer verfügt über die Erfahrung aus 179 Spielen in der 2. Bundesliga und lief auch schon 103 Mal in der 3. Liga auf. Als defensiv variabel einsetzbarer Akteur könnte Heyer sowohl als Innen- und Außenverteidiger als auch auf der Sechs für Stabilität sorgen, muss sich aber erst bewähren und ebenso seine Fitness unter Beweis stellen wie der acht Jahre jüngere Rölke, der nach seiner Ausbildung bei Hertha BSC beim Hauptstadtklub den Sprung zu den Profis nicht geschafft hat und zuletzt zwei Spielzeiten für den SC Cambuur Leeuwarden in den Niederlanden aktiv war. Rölke wäre eine Alternative für das offensive Mittelfeld, kann aber auch in der Spitze eingesetzt werden.






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