
Nach einer Länderspielpause mit zwei Testspielen gegen Bundesligisten geht es für den SV Waldhof Mannheim am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) bei der SG Sonnenhof Großaspach wieder um Punkte. Beim Aufsteiger würden die Buwe sicherlich gerne an den 2:1-Erfolg gegen die SV Elversberg anknüpfen, der gut war für das Selbstvertrauen, während die 0:3-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 als standesgemäß eingeordnet werden muss.
Dem passablen Saisonstart mit zehn Punkten aus den ersten sieben Spielen folgt für den SV Waldhof nun eine richtungsweisende Phase, in der lösbare Aufgaben die Chance bieten, ins vordere Tabellendrittel vorzustoßen und sich dort auch zu etablieren. Nach dem Duell mit Großaspach erwartet Mannheim im heimischen Carl-Benz-Stadion den FC Ingolstadt, bevor es zum Abschluss der englischen Woche zu den Würzburger Kickers geht.
Zur Mannheimer Startelf wird in Großaspach mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder Lovis Bierschenk gehören, der an den ersten sieben Spieltagen sechs Mal von Beginn als Linksaußen aufgelaufen ist und sich nur bei der 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen mit der Jokerrolle begnügen musste.
Der 21-Jährige, der zu Beginn des Jahres von der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 in die Quadratestadt geholt wurde, weist mit einem Tor und einer Vorlage zwar eine ausbaufähige Quote auf, gehört auf dem linken Flügel aber dennoch oft zu den auffälligsten Mannheimern und hat mit seinen Leistungen augenscheinlich auch schon andernorts auf sich aufmerksam gemacht.
Wie das Portal Absolut Fussball berichtet, haben sich im Sommer mit dem SC Paderborn und Borussia Mönchengladbach nicht nur zwei Bundesligisten nach dem Flügelspieler erkundigt, sondern mit dem FC Groningen ist auch ein Verein aus der niederländischen Eredivisie mit einem konkreten Angebot vorstellig geworden. Mannheim allerdings lehnte auch eine verbesserte, zweite Offerte über eine Ablöse von 1,3 Millionen Euro ab, die sich durch erfolgsabhängige Boni sogar noch deutlich hätte erhöhen können.
Grund dafür war die in Mannheim vorhandene Hoffnung, ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, bei der ein potentieller Unterschiedsspieler wie Bierschenk natürlich eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Geschäftsführer Sport Gerhard Zuber und Trainer Rui Mota entschieden sich so gegen einen lukrativen Verkauf des einstigen Junioren-Nationalspielers, der zu Jahresbeginn rund 400.000 Euro Ablöse gekostet hatte.
Weil Bierschenk noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 besitzt, können die Mannheimer Verantwortlichen die Entwicklung des schnellen und dribbelstarken Offensivmannes, der sich mit seinem starken linken Fuß eigentlich auf der rechten Seite noch einen Tick wohler fühlt und von dort aus auch mehr Torgefahr ausstrahlen würde, einigermaßen gelassen abwarten.
Gut möglich allerdings, dass im Januar wieder andere Vereine vorstellig werden und mit einer für Drittliga-Verhältnisse hohen Ablöse im Millionenbereich locken. Wie die Reaktion dann ausfällt, könnte auch davon abhängen, wie die Buwe bis dahin in der Tabelle platziert sind und ob Bierschenk selbst klare Signale aussendet, den nächsten Schritt gehen zu wollen.






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