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Mit einem zwar spät zustande gekommenen, aber hochverdienten 2:0-Sieg bei den Würzburger Kickers hatte André Breitenreiter am Wochenende noch einen erfolgreichen Einstand als Trainer des FC Hansa Rostock gefeiert. Die Premiere des 52 Jahre alten Fußball-Lehrers auf der Trainerbank im Ostseestadion ging nun allerdings am Dienstagabend gegen den SV Meppen mit einer unerwarteten 0:2-Niederlage gründlich schief.
Gegen den Aufsteiger, der als Tabellenvorletzter nach Rostock kam, tat sich Hansa mit dem eigenen Offensivspiel über 90 Minuten schwer und kassierte auf der anderen Seite gleich zwei Gegentore nach Eckbällen. Unter dem Strich standen so die zweite Saisonniederlage und verlorener Boden auf zumindest zwei Konkurrenten im Aufstiegsrennen. Denn der MSV Duisburg (4:2 beim 1. FC Saarbrücken) und Rot-Weiss Essen (2:0 gegen Fortuna Köln) feierten parallel dazu Siege und liegen schon neun bzw. drei Zähler vor der Kogge.
Sollten Waldhof Mannheim (gegen die SG Sonnenhof Großaspach) und Preußen Münster (gegen Fortuna Düsseldorf) am heutigen Mittwoch ebenfalls siegen, würde Hansa auf Platz sechs abrutschen. Ungeachtet dessen steht Rostock bei den kommenden Aufgaben, die bei Alemannia Aachen und gegen Düsseldorf auch nicht einfach werden, bereits unter Druck. Nicht zuletzt deshalb, weil die Stimmung im Umfeld angespannt ist, wie sich am Ende der Partie gegen Meppen deutlich zeigte.
Größere Teile der gut 24.000 Zuschauern taten ihren Unmut nach Schlusspfiff mit lauten Pfiffen kund, die natürlich auch bei den Protagonisten angekommen sind. Trainer Breitenreiter, der sich seinen Heimeinstand „natürlich ganz anders vorgestellt“ hatte, äußerte bei „MagentaSport“ einerseits zwar Verständnis für den Frust der Anhänger, würde sich aber dennoch eine andere Reaktion wünschen: „Die Unzufriedenheit ist natürlich immer da, wenn man ein Spiel zu Hause nicht gewinnt. Die Pfiffe helfen uns aber natürlich nicht, denn wir sind alle noch in der Kennenlernphase.“
Mit der Leistung seiner Mannschaft ging Breitenreiter dennoch kritisch um und sah vor allem im und rund um den gegnerischen Strafraum große Defizite: „Wir haben das ganze Spiel auf ein Tor gespielt, sind aber nicht wirklich zwingend geworden und waren viel zu ungenau im letzten Drittel“, so der einstige Bundesliga-Trainer, der auch alles andere als zufrieden auf das Abwehrverhalten bei den beiden Gegentoren blickte: „Da haben wir sehr schlecht verteidigt. Das war viel zu einfach für den Gegner.“
Vorwürfe hinsichtlich der Einstellung oder fehlenden Basics konnte und wollte Breitenreiter seinen Schützlingen indes nicht machen: „Ich finde, dass die Jungs alles gegeben haben. Sie haben versucht, sehr intensiv zu spielen.“
Nachdem diese Herangehensweise nicht ausreichend war, sieht sich Breitenreiter in der Pflicht und will „die richtigen Schlüsse“ ziehen. Worauf der Fokus in den kommenden Trainingseinheiten liegen wird, ließ der Hansa-Coach auch schon durchklingen: „Wir müssen noch mehr als in den letzten 14 Tagen an Abläufen arbeiten, um torgefährlicher zu werden. Gerade auch gegen tiefstehende Gegner.“






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