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Der Einstand von André Breitenreiter als Trainer von Hansa Rostock ist nicht nur mit einem 11:0-Pflichtsieg im Landespokal beim SV Gützkow gelungen, sondern auch das erste Spiel nach der Länderspielpause konnte die Kogge bei den Würzburger Kickers mit 2:0 für sich entscheiden – und das nach einer überzeugenden Vorstellung völlig verdient.
Seitdem allerdings lief beim FC Hansa nur noch wenig zusammen. Gegen den SV Meppen setzte es eine völlig unerwartete 0:2-Niederlage im eigenen Stadion, wo nur eine von vier Begegnungen gewonnen werden konnte. Und am vergangenen Wochenende folgte dann bei Alemannia Aachen eine weitere 0:2-Pleite, die die zuvor schon vorhandenen Zweifel daran verstärkt haben, ob der aktuelle Rostocker Kader stark genug ist, um im dritten Anlauf die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen zu können.
Gegenüber Bild musste Sportdirektor Amir Shapourzadeh nun offen einräumen, bislang längst nicht mit allen Sommerzugängen zufrieden zu sein, die das Aufgebot eigentlich auf ein höheres Niveau hätten bringen sollen: „Wir haben uns sicherlich von dem einen oder anderen bis dato auch mehr erhofft“, so der 43-Jährige, der noch auf den Faktor Zeit setzt: „Es ist gerade so, wie es ist. Aber wir haben den 10. Spieltag und es sind immer noch 28 Spiele, die gespielt werden müssen. Die Saison wird nicht im Oktober entschieden. Man muss die Dinge richtig einordnen.“
Als Tabellensechster mit nur drei Punkten Rückstand auf den dritten Platz befindet sich Hansa auch durchaus in Tuchfühlung zur angepeilten Tabellenregion, doch Spitzenreiter MSV Duisburg hat schon zehn Zähler mehr auf dem Konto und wird sicher nicht ohne Weiteres abzufangen sein. Weil weitere Mannschaften wie Rot-Weiss Essen, der 1. FC Saarbrücken und vielleicht auch Überraschungsteam Viktoria Köln durchziehen könnten, darf Rostock erst einmal nicht mehr viel liegen lassen, um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.
Gegen Fortuna Düsseldorf wartet am Samstag eine unangenehme Aufgabe auf die Kogge. Zum einen, weil die Fortuna sicherlich stärker besetzt ist, als Platz zehn vermuten lässt, und zum anderen, weil die Rheinländer nach dem zu Wochenbeginn erfolgten Trainerwechsel von Alexander Ende zu Jens Langeneke mit neuem Schwung erwartet werden.
Auf einen Schritt nach vorne hofft bei seinem zweiten Heimspiel im Ostseestadion aber auch der ebenfalls noch neue Hansa-Coach Breitenreiter, der inzwischen ein genaueres Bild seiner Mannschaft besitzt und im Vergleich zu den letzten Partien an der einen oder anderen Stellschraube drehen könnte. Besonders im Fokus steht die Torwartposition, nachdem Luca Unbehaun bei den Niederlagen gegen Meppen und in Aachen jeweils nicht die beste Figur abgegeben hat.
Der als Nummer zwei verpflichtete Yannic Stein fällt nach einer Knie-OP zwar noch länger aus, doch mit dem finnischen U21-Nationalkeeper Jaaso Jantunen und Routinier Philipp Klewin stünden zwei Alternativen für den Platz zwischen den Pfosten parat. Weil beide kaum über Spielpraxis verfügen, wäre ein Wechsel allerdings nicht ohne Risiko – und mit der Gefahr verbunden, den selbstkritischen Unbehaun zu beschädigen. Wahrscheinlich deshalb, dass der 25-Jährige gegen Düsseldorf nochmal ran darf.






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